Bjoern Haenssler

Campagnolo präsentiert Laufräder Bora Ultra WTO

Neue Rennrad-Laufradsatz von Campagnolo Campagnolo präsentiert Laufräder Bora Ultra WTO

Schneller, leichter, steifer: Campagnolo erweitert seine Palette an Laufrädern mit den neuen Bora Ultra WTO. ROADBIKE ist den Laufradsatz bereits probegefahren.

Campagnolo bringt neue Carbon-Laufräder auf den Markt – und geht preislich in die Vollen: Stolze 3150 Euro rufen die Italiener für ihren jüngsten Wurf auf. Der Kunde erhält dafür im Windkanal entwickelte High-End-Teile mit wahlweise 33, 45 oder 60 Millimeter hohen Carbon-Felgen, Carbon-Naben mit Keramiklagern und goldenen Schriftzügen. Das ungelochte Felgenbett ist tubeless-ready, die Nippel sind aerodynamisch günstig in der Felge versenkt, elliptische Speichen sollen Luftverwirbelungen reduzieren. Das Set gibt es ausschließlich für Scheibenbremsen.

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Goldene Schriftzüge (und der Preis) zeugen von Campagnolos Anspruch, mit den neuen Bora Ultra WTO-Laufrädern einen gewissen Luxusartikel kreiert zu haben.

Fast drei Jahre Entwicklungszeit und -arbeit stecken in den neuen Laufrädern. Ergebnis laut Campagnolo: ein Laufradsatz, der leichter, schneller und steifer als seine Vorgängermodelle sein soll. Die interne Felgenbreite von 21 Milimetern entspricht dem Standard moderner Laufräder, die Außenbreite beträgt 27,4 Millimeter. Campagnolo empfiehlt eine 25-mm-Bereifung. Das Set-Gewicht für die 33-mm-Version: 1385 Gramm. Die 45-mm-Version (1425 Gramm) und die 60-mm-Ausführung (1530 Gramm) bringt entsprechend mehr Gewicht auf die Waage.

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Die Vorderradnabe kommt mit einer Carbon-Nabenhülse in sehr edel anmutender Optik.

Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar feierte im Februar diesen Jahres den Gesamtsieg bei der UAE-Tour auf den Bora Ultra WTO. Und auch im ersten ROADBIKE-Fahreindruck wussten die Laufräder zu überzeugen. Verbaut an einem Atmos, einem sportiven Gravel-Renner der jungen Marke Parapera aus Bayern, fiel der Fahreindruck durchweg positiv aus: Die Bora Ultra WTO beschleunigen schnell, sind spritzig und fahrstabil, die ungewöhnliche Optik der Carbon-Struktur betört.

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Montiert waren Campas neue Edel-Laufräder an einem Speed-Gravelbike: dem Atmos der jungen bayerischen Marke Parapera.

Ein dezentes "Bollern" der Hochprofillaufräder motiviert beim Fahren, und hat man die Laufräder einmal auf Touren gebracht rollen sie dank der leichtläufigen Keramik-Kugellager und des Segeleffekts beständig schnell. Ob einem die Performance den Preis von über 3000 Euro wert ist, ist eine individuelle Frage des Geschmacks (und des Geldbeutels). Der einzige echte Kritikpunkt ist jedoch: Vorderrad und Tubeless-Reifen von Schwalbe harmonierten nicht – trotz ungelochten Felgenbetts, korrekter Montage und der Verwendung von Dichtmilch, verlor der Reifen schnell Luft: Laut RB-Messung 0,5 bar innerhalb einer Stunde, über Nacht war der Pneu regelmäßig komplett leer. Das ist kein Fehler der Laufräder – andererseits möchte man in dieser Preiskategorie nun wirklich keine Abstriche machen oder Kompromisse eingehen...

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