Teil des
MB Magura Vyron Elect Benjamin Hahn

Sattelstützen im Test

Testbericht: Magura Vyron Elect

Magura hat mit der Vyron Elect die erste fernbedienbare Vario-Sattelstütze auf den Markt gebracht, die ohne Kabelansteuerung auskommt. Kann die Vyron auf dem Trail überzeugen? Wir haben's getestet.

Bewertung:

Was uns gefällt:

 Innovatives System

 Innovatives System

 Tadellose Hydraulik-Funktion

 Viel Hub, noch gutes Gewicht

Keine Diskussion, die Vario- oder Teleskop-Sattelstütze ist die technische MTB-Errungenschaft der letzten Jahre. Keine andere Entwicklung hat die Fahrsicherheit, den Komfort und vor allem den Fahrspaß jüngst so positiv beeinflusst.

Nun will Suspension-Spezialist Magura diesen Markt erobern. Und das mit einer einfachen, aber genialen Lösung. Per Funk wird die Vyron vom Lenker aus bedient. In der Stütze sitzt ein Stellmotor und eine Steuerung, welche die hydraulische Absenkfunktion öffnet und verschließt.

Ähnliche Systeme setzt Magura schon länger an Federgabel/-bein ein, etwa um den Lockout elektronisch zu regeln – die Schwaben haben also „E-Erfahrung“. Und sie vermeiden nun hässlichen Kabelsalat sowie eine der Fehlerquellen bislang erhältlicher Vario-Stützen: Bei mechanischer Anlenkung müssen die Zuglängen oft penibel genau passen, hydraulische Leitungen sollten öfter entlüftet werden.

Bei der Vyron muss nur der kleine Akku am Stützenkopf circa alle zwei Monate via USB aufgeladen werden. Bei blinkendem Akku bietet die Stütze Notreserven (bis zu 20 Betätigungen), damit die Ausgangsposition wieder eingestellt werden kann. Angenehmer Nebeneffekt: Die Vyron lässt sich flugs von einem Bike ins andere umstecken.

MB Magura Vyron Elect Detail
Benjamin Hahn
Über die Funkfernbedienung lassen sich neben der Stütze auch Elect-Systeme am (Magura-)Fahrwerk steuern.

Die Bedienung läuft anders ab als bei bekannten Stützen. Man betätigt den Knopf einmal kurz, dann öffnet sich das Ventil in der Stütze, und es bleiben circa drei Sekunden Zeit, den Sattel in die gewünschte Position zu drücken, bis sich das Ventil wieder verschließt. Ein weiterer Knopfdruck lässt die Stütze wieder ausfahren.

Die MountainBIKE-Tester gewöhnten sich an diese Logik jedenfalls schnell, zumal sich die mit anderen Elect-Parts kompatible Lenkerfernbedienung (Funkstandard ANT+) sehr gut bedienen lässt. Auch die Hydraulik der Stütze selber überzeugte auf den ersten Testfahrten. Die nicht zu schwere Magury Vyron fährt ruckelfrei auf und ab, Spiel ist keins zu spüren, und 150 mm Hub sind reichlich.

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MB Forca SPS 400
Benjamin Hahn 1/7 Test: Forca SPS 400 Wer eine preisgünstige, simple Alternative zu den teuren Modellen sucht, sollte die Forca SPS 400 in Betracht ziehen. Sie funktioniert über eine Stahlfeder, die beim Absenken vorgespannt wird. Im Tauchrohr befinden sich drei Löcher, welche die Stütze mit einem Bolzen arretieren. Um die Stütze zu betätigen, muss der Fahrer den Sattel leicht be-/entlasten, damit der Bolzen aus dem Loch gleiten kann – eher lästig, da man kurz aufhören muss zu pedalieren. Die 27,2 mm dicke Stütze kommt mit Adaptern für 30,9- und 31,6-mm-Sattelrohre. Für 2015 ist eine 31,6er-Version geplant. Zum Testbericht: Forca SPS 400 : https://www.mountainbike-magazin.de/sattelstuetzen/test-forca-sps-400.1302812.2.htm
MB Forca SPS 400 MB-0115-Fox-Doss-DI (jpg) MB-0115-Kind-Shock-Lev-DI (jpg) MB-0115-Specialized-Command-Post-Blacklite-DI (jpg) MB-0115-Thomson-Elite-Dropper-DI (jpg) MB-0115-Rock-Shox-Reverb-DI (jpg) MB-0115-X-Fusion-Hilo-SL-DI (jpg)

Technische Daten

Preis 400 Euro
Gewicht 615 Gramm (in 31,6 mm, auch in 30,9 mm erhältlich)
Testdauer 1 Monat
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Sonstiges Sonstiges mb-0718-vario-sattelstuetzen-test-rockshox-reverb-stealth (jpg) Testbericht: Rock Shot Reverb Stealth Sattelstützen im Test