Tour de France 2016: Die Etappen

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Foto: ASO Profil der 1. Etappe der Tour de France 2016

1. Etappe, 2.7.2016, 188km: Mont-Saint-Michel - Utah Beach

Die Tour de France 2016 startet mit einer Flachetappe anstelle eines Zeitfahrens. Dem Etappensieger winkt das Gelbe Trikot, was für Hektik sorgen wird. Stürze sind vorprogrammiert. Die Favoriten auf den Gesamtsieg müssen sich aber auch vor Seitenwind in Acht nehmen.

2. Etappe, 3.7.2016, 182km: Saint Lô - Cherbourg

Keine reine Flachetappe, denn im Finale wartet eine Ankunft auf einem Hügel: 1,8km Anstieg mit maximal 14 Prozent Steigung trennen die Spreu vom Weizen. Für die Favoriten im Gesamtklassement gilt erneut: nicht stürzen, keine Zeit bei Seitenwind verlieren.

3. Etappe, 4.7.2016, 223km: Granville-Angers

Eine lange Etappe immer in südöstlicher Richtung. Wer in die Gruppe des Tages kommt, kann lange Zeit den eigenen Sponsor präsentieren, am Ende werden aber die Sprinter um den Etappensieg kämpfen.

4. Etappe, 5.7.2016, 237km: Saumur - Limoges

Die längste Etappe der diesjährigen Tour führt wie am Vortag in südöstlicher Richtung durchs Landesinnere. In Limoges werden erneut die Sprinter das Sagen haben.

5. Etappe, 6.7.2016, 216km: Limoges - Le Lioran

Im Zentralmassiv stehen die ersten längeren Berge dieser Tour auf dem Programm. Auf den letzten 50 Kilometern werden gleich vier Bergwertungen ausgefahren. Wie sagt man so schön: Ein Tag, an dem man die Tour nicht gewinnen, aber durchaus verlieren kann.

6. Etappe, 7.7.2016, 190km: Arpajon-sur-Cère - Montauban

Die letzte Gelegenheit für einen Sprint, bevor es in die Berge geht, werden sich die Teams von Marcel Kittel, André Greipel und Co. nicht entgehen lassen.

7. Etappe, 8.7.2016, 162km: L´Isle-Jourdain - Lac de Payolle

Es geht in die Pyrenäen! Mit dem Col d´Aspin steht ein alter Bekannter auf dem Programm. 1910 wurde der 1490 Meter hohe Pass das erste Mal von der Tour de France befahren. Heute könnten kletterstarke Ausreißer den Sieg unter sich ausmachen, doch auch die Top-Favoriten müssen ihre Form unter Beweis stellen.

8. Etappe, 9.7.2016, 184km: Pau - Bagnères-de-Luchon

Eine lange Pyrenäen-Etappe mit vier schweren Gipfeln wartet auf die Fahrer. Der Col du Tourmalet kommt aber sehr früh. Heute werden Ausreißer ganz vorne landen. Vielleicht wiederholt Emanuel Buchmann seinen Coup vom Vorjahr, als er bei einer ähnlichen Etappe Dritter wurde.

9. Etappe, 10.7.2016, 184km: Vielha/Val d´Aran - Andorra-Arcalis

Großkampftag in den Pyrenäen! Fünf Berge, davon drei der 1. und einer der Ehrenkategorie warten auf die Fahrer. Bei der schweren Bergankunft in Arcalis werden die Top-Favoriten die Karten auf den Tisch legen - und deutsche Fans an 1997 zurückdenken, als Jan Ullrich hier ins Gelbe Trikot stürmte.

10. Etappe, 12.7.2016, 197km: Escaldes-Engordany - Revel

Nach dem Ruhetag fährt das Peloton aus den Pyrenäen heraus und erreicht die Ebene. Der lange, aber eher flache Port d´Envalira sollte für keinen der Favoriten ein Problem darstellen. Deswegen heißt es heute wieder: Ausreißer gegen Sprinter-Teams.

11. Etappe, 13.7.2016, 162km: Carcassonne-Montpellier

Eine Flachetappe, bei der aber der Seitenwind eine Rolle spielen könnte. In Montpellier sollte es zum Massensprint kommen.

12. Etappe, 14.7.2016, 184km: Montepellier - Mont Ventoux

Ein Höhepunkt der Tour de France 2016: Am französischen Nationalfeiertag wartet die Bergankunft am mythischen Mont Ventoux. Heute kämpfen die Stars der Tour um den Etappensieg und das Gelbe Trikot. Froome bezwang Quintana 2013 am Ventoux: Kann der Kolumbianer 2016 den Spieß umdrehen?

13. Etappe, 15.7.2016, 37,5km EZF: Bourg-Saint-Andeól - La Caverne du Pont-d´Arc

Das erste Einzelzeitfahren der Tour 2016 führt über welliges, verwinkeltes Terrain. Kein Parcours, der einem Tony Martin auf den Leib geschneidert ist. Im Kampf um Gelb wird Nairo Quintana den Schaden gegenüber den besseren Zeitfahrern in Grenzen halten müssen.

14. Etappe, 16.7.2016, 208km: Montélimar - Villars-les-Dombes

Bevor es in die Alpen geht, erhalten die Sprinter eine Chance auf einen Etappensieg. Doch wer ist noch dabei, und welches Team hat Interesse daran, kräftezehrend den Ausreißergruppen nachzujagen?

15. Etappe, 17.7.2016, 159km: Bourg-en-Bresse - Culoz

Ein Vorgeschmack auf die schweren Alpenetappen, die noch vor den Fahrern liegen. Heute haben Ausreißer gute Chancen auf den Etappensieg, dahinter werden sich die Favoriten beharken. Landschaftlich und sportlich ein Leckerbissen!

16. Etappe, 18.7.2016, 209km: Moirans-en-Montagne - Bern

Fabian Cancellara wird sich freuen über den Abstecher in seine Heimat, doch ob der Berner vor der eigenen Haustüre auch den Etappensieg davon tragen kann?

17. Etappe, 20.7.2016, 184km: Bern - Finhaut/Emosson

Viele Fahrer werden bedauern, dass der zweite Ruhetag der diesjährigen Tour nicht einen Tag früher kam. Ohne Möglichkeit, sich einzurollen, steht so eine schwierige Bergankunft zur Staumauer in Emosson auf dem Programm. Wer den Rythmuswechsel des Ruhetags nicht gut verkraftet, kann viel Zeit verlieren.

18. Etappe, 21.7.2016, 17km BZF: Sallanches - Megève

Ein Bergzeitfahren mit unrythmischer Steigung und einer Abfahrt ins Ziel: Wer die Tour de France gewinnen will, muss heute liefern. Und wer eine starke dritte Woche fahren kann, ist dabei klar im Vorteil. 2013 und 2015 war Nairo Quintana in der Schlusswoche jeweils stärker als Chris Froome. Und 2016?

19. Etappe, 22.7.2016, 146km: Albertville - Saint-Gervais

Am Fuß des Mont Blanc wartet die vierte und letzte Bergankunft auf das Peloton. Wer im Zeitfahren Positionen eingebüßt hat, kann heute Schadensbegrenzung betreiben. Kletterstarke Allrounder, die im Gesamtklassement weit zurückliegen, werden ihr Heil in der Flucht suchen und hoffen, dass die Topfavoriten sie fahren lassen.

20. Etappe, 23.7.2016, 146km: Megève - Morzine

Die letzte Bergetappe und somit die letzte Chance, das Gesamtklassement noch einmal durcheinander zu wirbeln. Zwar wartet keine Bergankunft mehr auf die Fahrer, doch der letzte Berg des Tages - der Col de Joux-Plnae - ist steil. Mit einer beherzten Attacke und einer mutigen Abfahrt könnte man noch einmal die Initiative ergreifen. Am Abend steht das Podium der Tour de France 2016 fest.

21. Etappe, 24.7.2016, 113km: Chantilly - Paris

Die Tour d´Honneur. Der Gesamtführende wird nicht mehr angegriffen, statt dessen gönnen sich die Fahrer ein Gläschen Champagner. Jeder, der es bis hierhin geschafft hat, ist ein Held der Tour. Auf dem Rundkurs über den Prachtboulevard Champs-Élysées wird dann noch einmal Radrennen gefahren, und die Sprinter krönen ihren König. Dann steigt die große Siegerehrung, und die Tour de France 2016 ist Geschichte.
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