Neue Shimano 105 Schaltgruppe R7000 vorgestellt

Foto: Shimano Shimano hat seine neue Schaltgruppe 105 vorgestellt.
Shimano bringt eine neue Generation der beliebten 105er-Gruppe auf den Markt. Die R7000 bietet viele Lösungen der Top-Gruppen und ist auch in silber erhältlich.

Mittelklasse? Gehobene Einstiegsklasse? Wie immer man die Shimano 105 Schaltgruppe auch bezeichnen mag, seit Jahrzehnten steht sie für Top-Performance zu vergleichsweise kleinem Preis. Das Prinzip ist dabei stets dasselbe: Shimano ersinnt neue technische Lösungen, die zunächst bei der Renn-Gruppe Dura-Ace eingeführt werden und dann nach und nach an die preisgünstigeren Ultegra und 105 weitergegeben werden - mit anderen Materialien und etwas Mehrgewicht, dafür zum kleineren Preis.

Obwohl Shimano über genaue Preise noch schweigt, scheint sich an diesem Vorgehen auch im jüngsten Fall nichts geändert zu haben: Die neue Shimano 105 R7000 entspricht in Formensprache und Design in weiten Teilen ihren größeren Geschwistern. Die preisgünstigste 11-fach-Gruppe aus dem Hause Shimano kommt zudem erstmals mit eigenen hydraulischen Scheibenbremsen mit Flatmount-Standard. Erfreulich: Die recht unhandlichen und klobig wirkenden Bremshebel RS-505, die bisher an Disc-Rädern auf 105-Niveau verbaut wurden, weichen neu gestalteten STI-Hebeln, die eng an die Ultegra-Pendants angelehnt sind.

Foto: Shimano Die neuen Hebel für hydraulische Scheibenbremsen sind deutlich kleiner geraten.

Shimano verspricht ein breites Spektrum an Einstellmöglichkeiten, um die Hebel perfekt an unterschiedliche Handgrößen anpassen zu können. Unter der Bezeichnung ST-R7025 firmieren sogar gesonderte Schaltbremshebel für kleine Hände, die - leicht nach außen gestellt - näher an den Hebel heranrücken ohne beim Bremsen mit dem Lenker zu kollidieren.

Doch auch die Hebel für Felgenbremsen wurden überarbeitet, orientieren sich an der Ultegra und sollen bei kürzeren Hebelwegen schneller und geschmeidiger schalten.

Der Umwerfer wurde bereits in den vergangenen Monaten in seiner überarbeiteten Fassung ausgeliefert und verbaut. Neu ist vor allem die integrierte Kabelführung mit vereinfachter Einstellbarkeit.

Das Schaltwerk ist in zwei Versionen erhältlich: Der kurze Schaltkäfig bedient Kassetten bis zu 30 Zähnen, der lange Schaltkäfig packt auch ein 34er Bergritzel. Damit brauchen auch weniger Trainierte keinen Anstieg zu fürchten. Beide Versionen kommen mit dem neuem, flachen Shadow-Design, welches das Schaltwerk unter der Kassette im "Schatten" der Kettenstreben positioniert, was aerodynamische Vorteile und mehr Schutz für das Schaltwerk bedeuten soll.

Auch die Kurbel erinnert optisch stark an die Dura-Ace- und Ultegra-Pendants. Erhältlich sind die Abstufungen 50-34 (Kompakt), 52-36 (Semi-Kompakt) und 53-39 (klassisch).

Foto: Shimano Die neue Shimano-105-Kurbel erinnert optisch stark an die großen Geschwister Dura-Ace und Ultegra.

Zielgruppe für die neue Shimano 105 R7000 sind laut Shimano alle solche Fahrer, die nicht in erster Linie an Rennen teilnehmen. Dies bezieht sich vermutlich in erster Linie auf das Gewicht der Teile, das erfahrungsgemäß aufgrund des höheren Anteils an Aluminium deutlich über dem der höher angesiedelten Gruppen liegt. Aber auch für Gravel-Abenteuer und Cyclocrosser bringt Shimano die neue Gruppe ins Gespräch.

Eine größere optische Abgrenzung zu Dura-Ace und Ultegra gibt es dann aber doch: Die neue Shimano 105 R7000 kommt wie bisher in den zwei Farbvarianten schwarz und silber. Als Verkaufsstart nennt Shimano Juni 2018, schweigt sich über genaue Preise aber noch aus.

Foto: Shimano Anders als Dura-Ace und Ultegra gibt es die Shimano 105 auch in silber.
13.04.2018
Autor: Moritz Pfeiffer
© RoadBIKE