Teammachine ALR: BMC bringt neue Alu-Rennräder

Foto: BMC BMC Teammachine ALR Alu-Rennrad

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Der Schweizer Radhersteller BMC hat neue Aluminium-Rennräder im Programm: Die Teammachine ALR kommt in drei Ausstattungsvarianten mit Felgen- und Scheibenbremse.

Aero, Gravel, Endurance... so mancher Rennrad-Purist rauft sich die Haare angesichts der vielen neuen Rennradkategorien, die in den letzten Jahren entstanden sind. Die gute Nachricht: Klassische Rennmaschinen gibt es auch weiterhin, und sie werden auch weiterhin mit großem Aufwand entwickelt.

Jüngstes Beispiel dafür ist der Schweizer Hersteller BMC, der drei schnörkellose Rennräder auf den Markt bringt - mit sportlichen Geometrien und viel Vortrieb, genau richtig für die schnelle Feierabendrunde, die lange Ausfahrt am Wochenende oder auch mal ein Rennen. Alle drei Modelle basieren auf Aluminium-Rahmen, erklärtes Ziel von BMC war nach eigenen Angaben "eine Teammachine für Jedermann, sprich BMC-Qualität zu einem günstigen Preis."

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Aufwändig konstruiertes Rahmenset

Basis aller drei Modelle ist ein Aluminiumrahmen mit acht verschiedenen Rohrquerschnitten, die größenspezifisch "mitwachsen". Die Entwickler verfolgen damit das Ziel, hohe Steifigkeiten am Tretlager und im Lenkkopf mit größtmöglichem Flex an der Sattelstütze und den Sitzstreben zu kombinieren. Größter Hingucker ist dabei die D-förmige Carbon-Sattelstütze mit unauffällig integrierter Klemmung. Bis zu 28 Millimeter breite Reifen können montiert werden, Schalt- und Bremszüge bzw. Leitungen verlaufen im Rahmeninneren. Der Rahmen soll in der Felgenbremsversion in Größe 54 1190 Gramm wiegen und damit 60 Gramm weniger als das hausinterne Vorgängermodell ALR 01. In der Scheibenbremsausführung wiegt der nackte Rahmen 1250 Gramm. Fünf Rahmengrößen werden verfügbar sein, von 47 bis 60 Zentimetern. Was die Geometrie angeht, so entspricht diese übrigens weitgehend jener der teureren Carbon-Teammachines. Einzige Abweichung: Bei den Alu-Rennern ist das Steuerrohr 10 Millimeter länger.

Das Rahmenset komplettiert eine Carbongabel, die baugleich auch beim Carbonmodell Teammachine SLR2 zum Einsatz kommt. In der Disc-Version weist sie unterschiedlich dimensionierte Gabelscheiden auf, linksseitig ist sie um 20 % breiter. Laut BMC macht die größere Dimensionierung es überflüssig, die Wandstärken zu erhöhen. Ergebnis: kaum Gewichtszunahme trotz Scheibenbremse. Was das Rahmenset tatsächlich kann, werden zeitnah Prüfstandtests von RoadBIKE zeigen.

Drei Ausstattungsvarianten

Das Scheibenbrems-Modell - die Teammachine ALR Disc One - kommt mit der neuen Shimano 105 Disc, Shimano RS-170-Systemlaufradsatz mit 12 Millimeter-Steckachsen und Vittoria Zaffiro Pro-Reifen. Anbauteile wie Lenker, Vorbau und Sattel stammen aus BMC-eigener Produktion. Kostenpunkt für das Komplettrad: 1999 Euro.

Bei den Felgenbrems-Modellen ist die Teammachine ALR One mit Shimanos neuer 105-Gruppe für 1599 Euro erhältlich, die Teammachine ALR Two mit Shimanos Tiagra für 1299 Euro. Größte Abweichung zur Disc-Version ist der Laufradsatz, beide Felgenbrems-Renner kommen mit klassisch eingespeichten Laufrädern mit Mavics CXP-Felge (ALR One mit Shimano RS400-, ALR Two mit Shimano RS300-Naben).

Alle Modelle sollen ab September 2018 im Fachhandel erhältlich sein.

20.06.2018
Autor: Moritz Pfeiffer
© RoadBIKE