Strava Update 2020 Strava

Strava stellt sich neu auf

Neue Funkionen und neue Preise bei Strava

Strava bringt 2020 viele neue Funktionen in die App. Vor allem der Trainings- und Routen-Bereich werden verbessert. Allerdings verschwinden einige beliebte Features, die bisher gratis waren, hinter die Bezahlschranke.

Sage und schreibe 50 neue Funktionen hat Strava nach eigenen Angaben zwischen Januar und Mai 2020 in dem sozialen Netzwerk für Sportler implementiert. So lassen sich zum Beispiel Aktivitäten jetzt auch in der App zuschneiden – ein Feature, dass sich viele Nutzer schon lange gewünscht haben. Mit den neuen Funktionen stellt Strava auch das Bezahlmodell um, und möchte den Mehrwert für zahlende Mitglieder erhöhen.

Mitgliedschaft statt Summit, nur noch ein Preis

Bisher hat Strava drei verschiedene Bezahl-Pakete angeboten, die man einzeln oder als Gesamtpaket buchen konnte. Wer nur auf Stravas Sicherheitsfeatures zurückgreifen wollte (den Standpunkt live mit andernen MItgliedern teilen, Nachricht an Notfallkontakte bei Crash) konnte für 2,99 Euro im Monat dies Funktionen dazu buchen. Für den selben Preis gab es auch das Trainigs-Paket mit Trainingsplänen, oder das Analyse-Paket mit Zugrif auf die Analysefunktionen in der App. Alle Pakete kosteten 7,99 Euro pro Monat oder 59,90 Euro im Jahr (= 5 Euro pro Monat).

Die Pakete gibt es jetzt nicht mehr, sondern nur noch die Strava Mitgliedschaft mit allen Funktionen. Der Preis ist gleich geblieben. Mitgliedschaft kostet weiterhin 7,99 Euro für einzelne Monate. Wer ein Jahrespaket abschließt zahlt insgesamt 59,90 Euro, was ungefähr 5 Euro pro Monat entspricht.

Mehr Routen, mehr Training

Vor allem die Bereich Routen und Training wurde von Strava ausgebaut. Das neue Routenplanungs-Tool ist jetzt auch in der Strava App verfügbar. User haben die Möglichkeit Routen mit dem Finger auf der Karte grob einzuzeichnen, die App legt die Route dann entlang der Wege, die von vielen Strava-Nutzern befahren werden.

Strava Update 2020
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Routenvorschläge in der Strava-App.

Wer sich einfach inspirieren lassen will, kann sich auch Routen vorschlagen lassen. Je nach gewählten Parametern wie die Länge, viel oder wenig Höhenmeter, Straßenbelag, bietet Strava verschiedene Routen zur Auswahl an, die dann im eigenen Profil gespeichert werden können.

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Die Heatmap hilft bei der Streckenwahl.

Noch einfacher geht es über das Routen-Tool auf der Strava-Homepage. Hier können Strecken auch Punkt für Punkt angelegt werden. Auf Wunsch blendet Strava die sogenannte "Heatmap" auf der Karte ein. Strecken, die viel befahren werden, werden farblich hervorgehoben. So soll man die besten Routen zum Radfahren oder Laufen finden, auch wenn man sich in der Gegend nicht auskennt. Und um ungeplante Schotterabschnitte zu vermeiden zeigt auch hier Strava den Straßenbelag an. Hierbei gibt es allerdings noch Verbesserungspotential, der Belag ist auf einigen Teilabschnitten noch "nicht definiert".

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Trainingsanalyse auf Strava.

Auch die Trainings-Funktionen wurden von Strava ausgebaut. Das Trainingstagebuch wird jetzt auch in der App angezeigt und ist nicht mehr nur auf die Sportarten Radfahren und Laufen beschränkt. Weiterhin gibt es eine Reihe von Analyse-Möglichkeiten, die den Trainingszustand über die letzten Wochen und Monate anzeigen.

Ranglisten für zahlende Mitglieder

Die Segment-Bestenlisten werden für nicht zahlende Strava Nutzer eingeschränkt. Die Nutzung von Segmenten bleibt weiterhin verfügbar, aber in den Bestenlisten der einzelnen Segmente werden nur die zehn schnellsten Fahrerinnen und Fahrer angezeigt. Wer seine eigene Platzierung außerhalb der Top 10 sehen, sich mit anderen Strava-Nutzern vergleichen oder seine Analyse für einzelne Segmente sehen möchte, muss zahlendes Strava Mitglied sein. Weiterhin können alle Nutzer neue Segmente kreieren, suchen, markieren

Mehr Fokus auf die Mitglieder

Der Schritt mag für einige Strava-Nutzer überraschend kommen. Jahrelang waren die meisten Funktionen des Sozialen Netzwerks für Sportler weitgehend kostenlos. Für viele erschloss sich deshalb der Mehrwert einer bezahlten Mitgliedschaft nicht. Mit dem Update bietet Strava seinen zahlenden Nutzern echte Vorteile gegenüber der Gratis-Version. Laut Strava war dieser Schritt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg rentabel zu werden und weiterhin werbefrei zu bleiben. Die zahlenden Mitglieder sollen so die Weiterentwicklung von Funktionen finanzieren, von denen sie direkt profitieren.

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