RoadBIKE-Werkstatt: So machen Sie ihr Rennrad komfortabler

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Foto: Benjamin Hahn RoadBIKE-Werkstatt: Rennrad komfortabler machen

Komfort-Tuning am Rennrad

Komfortabler, leichter, schneller, – mit etwas Tuning holen Sie mehr aus Ihrem Rennrad heraus. In dieser neuen Werkstatt-Serie gibt Road-BIKE wertvolle Tipps. Teil 1: So machen Sie Ihr Rennrad komfortabler.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Werkzeugübersicht

Was Sie brauchen: Wasserwaage, Zollstock, Inbussatz, Klebeband, Lot, großer und kleiner Drehmomentschlüssel, Kettenpeitsche.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Breite Reifen montieren

Den Schlauch vor der Montage leicht aufpumpen. Eine Reifenseite auf die Felge ziehen. Den Schriftzug zum Ventil ausrichten, das erleichtert das Auffinden im Pannenfall. Ventil durch die Felge, den Schlauch in den Reifen stecken, dann den Reifen mit den Daumen (ohne Reifenheber) übers Felgenhorn drücken.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Breite Reifen montieren

Kontrolle: Stellen Sie vor dem Aufpumpen sicher, dass der Schlauch nirgends zwischen Reifen und Felge eingeklemmt ist. Bei den breiteren Reifen (um 25 Millimeter) reichen – abhängig vom Fahrergewicht – 6 bis 7 Bar aus, beachten Sie aber immer die Herstellerangaben.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Breite Reifen montieren

Tipp: Je breiter der Reifen, desto mehr Dämpfung – und damit Komfort – bietet er. Empfehlenswerte Modelle mit 25 Millimeter Breite: Continental Grand Prix 4-Season (53 Euro), Specialized Roubaix (45 Euro) oder Michelin Pro4 Service Course (ab 30 Euro).
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattelstütze tauschen

Vorbereitung: Messen Sie vor dem Tausch die Sitzbzw. Sattelhöhe, das Einstellen geht dann später leichter. Stütze ausbauen, die neue auf passende Höhe bringen.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattelstütze tauschen

Mit dem Drehmomentschlüssel die Klemmschelle anziehen, dabei auf Herstellerangaben achten! Mit einem Streifen Klebeband können Sie die richtige Höhe dauerhaft markieren.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattelstütze tauschen

Tipp: Carbon flext besser als Alu, schlanke 27,2er-Stützen besser als dicke 31,6er. Auch Versatz nach hinten erhöht den Komfort, etwa bei der FSA K-Force (oben, 177 Euro). Bei Canyons VCLS Post 2.0 (links, 250 Euro) sorgt die Konstruktion aus 2 Blattfedern für Top-Komfort.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattel wechseln und justieren

Mit einem Lot von der Sattelspitze aus über das Tretlager ausrichten. Die Positionierung ist abhängig von der Oberschenkellänge. Mehr Infos: roadbike.de/sattel
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattel wechseln und justieren

Die Sattelneigung mit einer Wasserwaage überprüfen und den Sattel waagrecht ausrichten. Haben Sie den Sattel horizontal noch nicht ausgerichtet, Schraube nur leicht anziehen.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Sattel wechseln und justieren

Tipp: Der Sattel muss zur Sitzposition und zum Abstand der Sitzhöcker passen. Mehr Infos: roadbike.de/sattelbreite. Komfortabel und günstig: Ritcheys Pro Marathon (Bild, 80 Euro), Modelle in verschiedenen Sattelbreiten gibt es von Specialized, etwa den Toupé Pro für 150 Euro.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenker montieren

Richten Sie den Lenker so aus, dass die Lenkerenden leicht nach unten zeigen. Das Rad sollte dabei waagrecht stehen. Die Vorbauschrauben nur leicht anziehen.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenker montieren

Zum Festziehen der Schrauben Drehmomentschlüssel verwenden. Schrauben gleichmäßig anziehen und darauf achten, dass der Spalt oben und unten gleich groß ist.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenker montieren

Wasserwaage oder Lineal unten an den Lenkerbogen anlegen und das Ende der Bremsgriffe auf diese Höhe ausrichten. Dann die Züge mit Klebeband am Lenker fixieren.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenker montieren

Tipp: Schulterbreit soll der Lenker sein, der Drop (Bogenhöhe) zur Fahrposition passen. Komfort versprechen Modelle mit ergonomischem Oberlenker wie der Engage Apsis Ergo (190 Euro). Günstig: Syntace Racelite Alu für 64 Euro.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenkerband für mehr Komfort

Doppelt gewickelt bringt auch dünneres Lenkerband mehr Dämpfung. Bei der ersten Lage 1 cm zum Lenkerende frei lassen, die zweite etwas überstehen lassen (s. Bild).
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenkerband für mehr Komfort

Das Band straff, gleichmäßig und ohne Falten wickeln. Den Abschluss mit farblich passendem Klebeband fixieren. Dann die Endstopfen in die Lenkerenden stecken.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Lenkerband für mehr Komfort

Tipp: Nicht nur doppelt gewickeltes Band bringt Dämpfungskomfort. Das Microtex Dualtape von Fizik (20 Euro) dämpft durch eingearbeiteten Schaumstoff, das Lizard Skins DSP Lenkerband (29 Euro) bietet super Grip und Komfort – und ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Weiterer Tipp: Gelpads (etwa von Specialized) unter dem Lenkerband verbessern Dämpfung und Komfort.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Kurbel und Kassette optimieren

Kompaktkurbeln und Mountainbike-Kassetten helfen, auch steilste Anstiege zu meistern. Prüfen Sie nach der Montage, ob die Kette lang genug ist: Vorsichtig(!) aufs große Kettenblatt und das größte Ritzel schalten.
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Komfort-Tuning am Rennrad - Kurbel und Kassette optimieren

Ist die Kette zu lang, kann sie gekürzt werden, ist sie zu kurz, muss eine neue her. Kassette auf den Körper stecken, dabei auf die Führungsnuten achten. Die Ritzel passen nur in einer Position auf den Freilauf.

Komfort-Tuning am Rennrad - Kurbel und Kassette optimieren

Sitzt das Ritzelpaket auf der Kassette, ziehen Sie den Abschlussring mit dem vom Hersteller empfohlenen Drehmoment fest – meist 40 bis 45 Nm. Detaillierte Infos zum Thema unter www.roadbike.de/kassette

Komfort-Tuning am Rennrad - Kurbel und Kassette optimieren

Tipp: Mountainbike-Kassetten haben größere Ritzel und erlauben flüssiges Treten auch an Steilstücken. Lange Schaltwerke von Sram und Shimano verkraften meist Ritzel mit bis zu 32 Zähnen, auch wenn es der Hersteller nicht freigibt. Achten Sie immer auf die Gesamtkapazität des Schaltwerks.

Komfort-Tuning am Rennrad - Zubehör

Ihr Renner ist bereits voll auf Komfort getrimmt? Dann können Sie auch noch das Zubehör optimieren. Schuhe: Rennrad-Schuhe eignen sich meist kaum zum Gehen. Alternative: Tourenschuhe wie der Mavic Cyclo Tour. Komfort bringt das vorgeformte Fußbett und eine profilierte Sohle. Der Schuh ist beispielsweise mit Shimano SPD Pedalen kompatibel.

Komfort-Tuning am Rennrad - Zubehör

Ihr Renner ist bereits voll auf Komfort getrimmt? Dann können Sie auch noch das Zubehör optimieren. Pedale: Für Einsteiger oft angenehmer sind Mountainbike-Pedale, die sich mit komfortableren Schuhen kombinieren lassen und einfacheres Einklicken von beiden Seiten erlauben. Langlebig und günstig ist beispielsweise Shimanos PDA520 (50 Euro). Die große Standfläche des Pedals bietet zusätzlich Halt und Sicherheit.

Komfort-Tuning am Rennrad - Worauf muss ich achten, wenn ich aufrechter auf dem Rennrad sitzen möchte?

Wer aufrechter sitzen möchte, muss das Cockpit weiter nach oben bringen. Drehen Sie dazu den Vorbau, damit er nach oben zeigt, oder tauschen ihn gegen einen mit steilerem Winkel aus – bis zu 16 Grad Steigung sind lieferbar. Packen Sie nicht einfach mehr Spacer unter den Vorbau – mehr als 3 Zentimeter Spacer sollten es bei Carbon-Gabeln nie sein, da sonst der Gabelschaft zu stark belastet wird! Durch eine aufrechtere Position wird übrigens das Hinterrad stärker belastet – kontrollieren Sie hier regelmäßig den Rundlauf. Bekommt das Hinterrad öfter eine Unwucht, verwenden Sie dickere Speichen – oder eine stabilere Felge.
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