Test: Stevens Prestige

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© Felix Böhlken

Test: Stevens Prestige Klassiker aus Hamburg

Das Stevens Prestige ist seit Jahren eine Institution unter den Gelände-Rennrädern – in der neuesten Generation hat es sich vom Querfeldein-Klassiker zum Vollblut Graveler gemausert. Eine starke Wandlung.

Der Name ist altbekannt. Und doch ist das neue Prestige komplett anders als seine Vorgänger mit gleichem Namen: Stevens hat sein Gravel-/Cross-Segment neu sortiert, die Bikes mit Alu-Rahmen setzen nun eher auf Gravel-Spaß denn auf Querfeldein-Sportsgeist, der bisher Markenkern der Bikes aus Hamburg war. Diese neue Gravel-Orientierung sieht man dem Prestige direkt an: Rahmen und Gabel bieten mehr als genug Befestigungsschrauben für Gepäck und Schutzbleche. Gut für Bikepacker, Commuter und alle, die es werden wollen.

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Überhaupt bringt das neue Prestige alles mit, um sämtliche Facetten des Gravelns auszuleben, ob beim täglichen Pendeln, auf Waldwegen und Trails oder beim Touren mit Gepäck. Die Basis für seine Vielseitigkeit liegt in der Sitzposition, die der Fahrer auf dem Prestige einnimmt: mit leichter Streckung und gemäßigter Sattelüberhöhung – fein austariert. Komfortabel, durchaus, doch einer sportlichen Gangart nicht abgeneigt.

Und genauso ausgewogen fährt sich das Prestige auch: Durch den recht langen Radstand liegt es satt und sicher, lenkt trotzdem auf den Punkt ein, folgt verlässlich – und zwar immer und überall. Die solide Ausstattung mit 2-fach- Kettenblatt und griffigen 40-mm-Reifen trägt ihren Teil dazu bei, das Prestige für jedes Abenteuer zu wappnen. Und das alles zu einem erschwinglichen Preis: 1999 Euro sind, gemessen am hochwertigen Rahmen und der funktionalen Ausstattung, absolut ok.

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Kritik? Gibt’s auch: Mit über zehn Kilo ist das Prestige kein Leichtbauwunder, dafür wirkt alles sehr solide, alltagstauglich und zuverlässig. Vor allem die Laufräder von Fulcrum stehen für stressfreie Funktion, und sie sind erfahrungsgemäß auch gröberen Belastungen im Gelände absolut gewachsen.

In einem Interview mit GRAVELBIKE hat Stevens-Produktmanager Volker Dohrmann erklärt, welches riesige Potenzial er fürs Gravelbike als sportlichen Allrounder sieht. Mit dem Prestige hat Stevens das passende Bike im Programm, um möglichst viele für das Thema zu begeistern.

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Fazit zum Stevens Prestige:

Vielseitig und zuverlässig – das neue Prestige kann alles, was Graveln so besonders macht. Gemessen am Preis ein starkes Rad für alle Spielarten des Gravel.

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Die Facts zum Stevens Prestige:

Preis: 1999 Euro

Gewicht: 10,2 Kg

Ausstattung: Shimano GRX 400/600 Mix 46/30x11–34 (2x11), Fulcrum Rapid Red 900db; Schwalbe G-One Bite 700cx40

Rahmen: Alu

Oberrohr: 576 mm

Sitzrohr: 510 mm

Sitz-/Lenkwinkel: 73°/71,5°

Stack/Reach: 583/398

max. Reifenbreite: 45 mm (700c)

2 x-Schaltung möglich: ja

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