Im RoadBIKE-Test: 10 Rennräder bis 2000 Euro

10 Renner bis 2000 Euro im Test


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10 Rennräder unter 2000 Euro im Test
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Canyon Ultimate AL SLX 9.0
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RoadBIKE Centurion Hyperdrive Disc 3000
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RoadBIKE Cube Agree C62 Disc
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RoadBIKE Focus Cayo Ultegra Mix
Foto: Benjamin Hahn
Disc-Renner, Aero-Rahmen, Carbon: Die Preisklasse bis 2000 Euro überrascht 2016 mit Auswahlmöglichkeiten, die bislang nur im gehobenen Segment zu finden waren.
Zu den getesteten Produkten

Das beste Rennrad für weniger als 2000 Euro? Die Frage klingt einfach.

Und genau so lautete auch die Testanfrage an die Hersteller: Das beste Rennrad des Hauses zum Preis von maximal 1999 Euro sollten sie schicken. Andere Vorgaben gab es von RoadBIKE nicht.

Das Testfeld, das sich dabei herauskristallisierte, ist vielfältig wie selten – und fast eine kleine Sensation: Aero-Rahmen, Disc-Renner, Komfort-Rennrad, leichte Rahmen aus Alu und Carbon – in der Preisklasse bis 2000 Euro ist im Jahr 2016 im Wortsinn alles drin.

Praktisch alle Innovationen der letzten Jahre, die bis vor Kurzem nur für gut betuchte Rennradkäufer erschwinglich waren.

Im Folgenden gibt es einen Überblick über die wichtigsten Trends der Rennrad-Welt, die bereits für weniger als 2000 Euro erhältlich sind.

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Die Trends

Disc

Das bringt`s: Hydraulische Scheibenbremsen sind der letzte Schrei am Rennrad – für gleichbleibende Bremsleistung bei jedem Wetter, beste Dosierbarkeit und, korrekt eingestellt, geringen Serviceaufwand.

Der braucht`s: Vielfahrer, Pendler und Schlechtwetterfahrer profitieren besonders von der neuen Bremstechnik. Unsicheren Fahrern geben die geringeren Handkräfte hydraulischer Stopper ein besseres Gefühl.

Aero

Das bringts`s: Neben der auffälligen Optik bieten die auf lange, schnelle Einsätze optimierten Aero-Rahmen die ideale Fahrerposition und den Vortrieb, den sich sportliche Vielfahrer wünschen.

Der braucht`s: Wer gern mit Tempo unterwegs ist, profitiert von der Laufruhe und dem Vortrieb der Aero-Renner. Wer später noch hochprofilige Aero-Laufräder nachkauft, verbessert die Aerodynamik weiter.

Komfort

Das bringt`s: Vibrationen und Stöße vom Untergrund beanspruchen die Haltemuskulatur, eine zu gedrungene Sitzposition überfordert viele Nicht-Profis. Komfort-Renner dagegen federn Stöße wirkungsvoll ab, der Fahrer sitzt etwas aufrechter.

Der braucht`s: Fast jeder „normale“ Rennradfahrer, der keine Rennen fährt, profitiert vom Federungskomfort und der angenehmeren Sitzhaltung enorm.

Alu

Das bringt`s: Alu-Rahmen kosten in der Herstellung weniger als Carbon – da auch Alu-Rahmen immer leichter werden, sind sie nach wie vor eine gute Alternative.

Der braucht`s: Wer besonders großen Wert auf eine möglichst hochwertige Ausstattung legt, fährt mit einem Alu-Rahmen besser – denn im Vergleich zu einem gleich teuren Carbon-Rennrad ist der Renner mit Alu-Rahmen immer besser bestückt.

Wer braucht welches Modell?

Die Frage nach dem besten Rennrad dieser Preisklasse ist in Anbetracht der neuen, großen Vielfalt nicht einfach zu beantworten. Angesichts verschiedener Einsatzbereiche sollte vielmehr geklärt werden: Wer braucht welches Rad? Wo liegen die Unterschiede?

Wer sich nicht sicher ist, welche der neuen Rennrad-Kategorien die passende ist, findet hier eine Auflistung der Vor- und Nachteile schneller Aero-Renner, komfortabler Tourer und vielseitiger Allrounder. Eine detaillierte Beschreibung der Eigenschaften aller Räder im Test finden Sie in den Testberichten zu den einzelnen Rädern.

Wissen Sie dagegen, welcher Rennrad-Typ zu Ihnen passt und welches Rad in die engere Wahl kommt, finden Sie hier in wenigen Schritten die für Sie passende Rahmengröße.

Alles hat seinen Preis

Egal für welchen Typ Sie sich entscheiden – die Räder im Test bestanden die technischen Tests im RoadBIKE-Prüflabor ohne gravierende Schwächen. Allerdings gilt: In dieserPreisklasse können die Hersteller nicht nach Lust und Laune aus dem Vollen schöpfen. So wird fast jede Stärke eines Rades mit Abstrichen in anderen Bereichen erkauft.

Die Räder mit hydraulischen Scheibenbremsen von Centurion (Centurion Hyperdrive Disc 3000) und Cube (Cube Agree C62 Disc) beispielsweise sind bestückt mit der günstigeren 105er-Gruppe von Shimano.

Wer auf einen Carbon-Rahmen Wert legt, muss Abstriche bei der übrigen Ausstattung akzeptieren – Carbon kostet mehr als Aluminium. Und wer auf auffällige Aero-Rahmen abfährt, nimmt dafür Mehrgewicht in Kauf, bei vielen Modellen, wie dem Radon Vaillant Ultegra im Test, wegen schlanker Steuerrohre zudem einen spürbar weichen Lenkkopf.

Und wer im Internet kauft und dadurch Geld spart (oder eine bessere Ausstattung bekommt), zahlt auch dafür einen Preis: Persönliche Beratung vor Ort, das für Unerfahrene wichtige Probesitzen und Händlerservice fallen hier weg.

Gut bedient

Es gilt deshalb schon vor dem Kauf genau zu überlegen, was einem wichtig ist – dann findet sich für weniger als 2000 Euro ein starker und passender Partner.

Wer beispielsweise Wert auf hochwertige Ausstattung, geringes Gewicht oder einen besonders steifen Rahmen für schwere Fahrer legt, sollte sich den neuen RoadBIKE-Profiler genauer anschauen, der in jedem Testbericht Stärken und Schwächen jedes Rades aufzeigt.

Doch egal, wie Sie sich am Ende entscheiden, und auch, wenn kleinere Abstriche in Kauf genommen werden müssen: Die Preisklasse bis 2000 Euro ist 2016 attraktiver denn je! Und alles ist drin.

Die Bewertungen der Testräder im Detail

Aus umfangreichen Einzelwertungen in Labor und Praxis errechnet sich bei RoadBIKE die Endnote – hier die Wertungen im Überblick.

 

RoadBIKE 0616 Rennrad Test bis 2000 Euro Ergebnisse Bewertung
Foto: RoadBIKE

13.07.2016
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 6/2016