Im RoadBIKE-Test: 6 Baukasten-Rennräder für die Saison 2014

6 Rennräder aus dem Konfigurator im Test


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RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate + Rose Xeon Team GF-3000
Foto: David Schultheiß

 

RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate + Rose Xeon Team GF-3000
Foto: David Schultheiß
Nach dem Baukasten-Prinzip auf Kundenwunsch zusammengestellte Rennräder sind die bessere Wahl. Dieser Test zeigt es.
Zu den getesteten Produkten

Das perfekte Rennrad? Jeder Radsportler hat da wohl seine ganz eigene Vorstellung – und meist ein klares Bild vor Augen. Wie muss der Renner aussehen, welche Teile sollen dran?

Mechanische oder elektronische Schaltung, der Rahmen mit Komfort-Geometrie oder auf Leichtgewicht getrimmt, aero­optimiert oder als marathontauglicher Dauerläufer ... Die Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren vervielfacht.

Umso erstaunlicher, dass sich die Mehrzahl der Käufer für ein Serienrad – ein vorkonfiguriertes Modell von der Stange – entscheidet, das fast immer einen Kompromiss darstellt. Dabei ist das persönliche Traumrad problemlos und für jeden Geldbeutel zu haben.

Die Lösung liefert ein sogenannter Konfigurator: Der Kunde wählt Rahmen und Anbauteile aus dem „Baukasten“-Angebot eines Herstellers und stellt sein Wunschrad selbst zusammen.

RoadBIKE hat Räder von 6 Anbietern mit frei wählbarer Ausstattung zum Test eingeladen. Die wichtigste Erkenntnis vorab: Ein individuell zusammengestelltes Rennrad bringt viele Vorteile mit sich.

Fotostrecke: Baukasten-Rennräder im Test: Lapierre Xelius EFI Ultimate

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RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Lapierre Xelius EFI Ultimate Foto: Benjamin Hahn

Im Rennrad-Konfigurator ist der Preis kein Hinderniss

Rose und Stevens bieten schon seit Langem die Möglichkeit, jedes Modell abweichend von der Serienausstattung zu bestücken – egal ob man nur ein Teil ändern oder die komplette Ausstattung nach den eigenen Wünschen zusammenstellen möchte. Beide Anbieter beweisen, dass ein so konfiguriertes Rad nicht teuer sein muss.

Bei Stevens etwa gibt es ab 1299 Euro den Alu-Renner Aspin mit Shimanos 105-Gruppe, dazu Anbauteile in Wunsch-Farbe und Auswahlmöglichkeiten bei Sattel und Bereifung. Das Ganze inklusive Beratung und fahrfertiger Montage durch den Fachhändler. Bei Rose gibt’s das vergleichbar bestückte Pro RS dank Direktvertrieb sogar schon ab 999 Euro.

Nach oben gibt es bei Rose und Stevens, wie bei allen anderen Herstellern konfigurierbarer Renner, fast keine Grenzen. Die Mehrzahl der Anbieter von Konfigurator-Modellen tummelt sich allerdings im mittleren bis oberen Preissegment: Lapierre, Simplon oder Storck bieten eher überschaubare, aber sehr sinnvolle Möglichkeiten, den edlen Rahmen mit passenden Teilen zu bestücken. Unter 3000 Euro ist da allerdings kaum etwas zu haben, in der Regel kommt so ein Edel-Renner mit Individualausstattung deutlich teurer.

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RoadBIKE Rose Xeon Team GF-3000 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Rose Xeon Team GF-3000 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Rose Xeon Team GF-3000 Foto: Benjamin Hahn

Ein Rennrad ganz nach Wunsch

Die Möglichkeit, Schaltgruppe, Laufräder und Anbauteile nach Gusto zu wählen, dürfte der offensichtlichste Grund sein, sich für einen „Baukasten-Renner“ zu entscheiden.

Zwar kostet der im Vergleich zu einem ähnlich bestücken Standardmodell in der Regel 100 bis 200 Euro Aufpreis – doch müsste man Rahmen und alle Bauteile einzeln kaufen, käme das Wunschrad noch deutlich teurer. Obendrein kommt so ein Baukasten-Rad fertig montiert zum Händler.

Gerade wer viel Geld ausgibt, freut sich über die Möglichkeit, seinem Rad im Konfigurator ein eigenes „Gesicht“ zu geben. Das hat Trek erkannt: Zwar stellen die Amerikaner in ihrem „Project-One“-Konfigurator viele Gruppen, Laufräder und Anbauteile zur Auswahl, im Mittelpunkt steht aber die Optik. Aufbauend auf 24 Design-Linien lassen sich rein rechnerisch einige Millionen Farboptionen konfigurieren. Das Ganze läuft so erfolgreich, dass Trek das einst nur für die Top-Modelle eingeführte „Project One“ nun bis zu den 4er-Baureihen von Madone und Domane anbietet – zu Preisen ab 2999 Euro.

Allerdings müssen Kunden eines individuell aufgebauten Rades etwas Geduld mitbringen. Wartezeiten – häufig nur rund 10 Tage – sind unumgänglich und sollten bei der Bestellung mit dem Händler abgesprochen werden.

Fotostrecke: Baukasten-Rennräder im Test: Simplon Nexio

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RoadBIKE Simplon Nexio Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Simplon Nexio Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Simplon Nexio Foto: Benjamin Hahn

Beim Rennrad aus dem Konfigurator ist Beratung der Schlüssel

Die Beratung beim Händler oder beim Versender die telefonische Beratung, ist unerlässlich, bevor man sein individuelles Traumrad in Auftrag gibt. Der Händler kennt Fallstricke beim Zusammenspiel einzelner Komponenten und er hilft bei der Bemaßung von Rahmen und Anbauteilen.

Hier liegt auch der größte Vorteil der Räder aus dem Konfigurator: Lenkerbreite, Vorbaulänge, Übersetzung, Kurbellänge, meist auch Lenkerform und Sattel lassen sich frei wählen. Damit der Renner schon „ab Werk“ perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Fotostrecke: Baukasten-Rennräder im Test: Stevens Ventoux Disc

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RoadBIKE Stevens Ventoux Disc Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Stevens Ventoux Disc Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Stevens Ventoux Disc Foto: Benjamin Hahn

Fotostrecke: Baukasten-Rennräder im Test: Storck Aernario

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RoadBIKE Storck Aernario Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Storck Aernario Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Storck Aernario Foto: Benjamin Hahn

Fotostrecke: Baukasten-Rennräder im Test: Trek Madone 7.9

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RoadBIKE Trek Madone 7.9 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Trek Madone 7.9 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Trek Madone 7.9 Foto: Benjamin Hahn

Die Rennräder in diesem Test

02.03.2014
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 02/2014