Im RoadBIKE-Test: 10 preiswerte Cross-Rennräder

10 Cross-Rennräder unter 1.500 Euro im Test


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Test Cross-Rennräder
Foto: Arturo Rivas

 

10 Cross-Rennräder im Test

 

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10 Cross-Rennräder im Test

 

10 Cross-Rennräder im Test
Diese Cross-Rennräder sorgen im Herbst und Winter für Abwechslung. Oder doch gleich das ganze Jahr über? Crosser – die perfekten Alleskönner? RoadBIKE hat zehn günstige Modelle unter 1.500 Euro getestet.
Zu den getesteten Produkten

UPDATE: Hier gibt es den aktuellen Crosser-Test aus Heft 10/2016.

Starten Sie jetzt durch! Mit Rennrädern wie den günstigen Crossern in diesem Test können Rennradfahrer im Herbst noch mal so richtig Gas geben, anstatt zum Saisonausklang schon die Beine hochzulegen.

Keine Frage, nicht nur bei Schmuddelwetter ist so ein Cross-Rad eine erstklassige Alternative zum Renner: Solide Alu-Rahmen und stabile Bauteile, die problemlose Montage von Schutzblechen und breiteren Reifen bis zu 35-Millimeter und, nicht zuletzt, die Scheibenbremsfreigabe des Weltradsportverbandes UCI beflügeln die Alleskönner, die gerade auch bei Pendlern und Alltagsfahrern zunehmend beliebter werden.

Heftige Renneinsätze dürfte das Gros der Kunden, die sich für einen Crosser in der Preisklasse bis 1.500 Euro entscheiden, nicht im Blick haben. Dafür aber mit Sicherheit das Preis-Leistungs-Verhältnis der häufig als Zweitrad verwendeten Crosser. Von denen übrigens alle im Test bereits mit 2012er-Bauteilen bestückt waren.

RoadBIKE wollte wissen, was dran ist am neuen "Cross-Trend". Frischer Wind auch für Rennradfahrer oder nur alter Wein in neuen Schläuchen? Klar ist: Vom guten alten "Querfeldein-Rad" haben sich die Testräder so weit wegentwickelt wie die mittlerweile gängige Bezeichnung "Crosser" vom alten Namen.

"Wer sich so ein Rad kauft, will damit auf Wald- und Forstwegen Abwechslung beim Wintertraining, mit Schutzblechen und breiten Slicks das ganze Jahr über zur Arbeit fahren oder erste Gehversuche im Gelände machen. Und dabei Fahrtechnik und Kondition verbessern", meint der Cross-Fanatiker der RoadBIKE-Redaktion, Haider Knall.

Kann ein Rad das alles wirklich unter einen Hut bringen? Das wäre ein Traum – und nicht nur für Rennradfahrer, sondern auch für viele Mountainbiker, die nach einer Abwechslung suchen.

Zumindest bei diesem Test wurde schnell offensichtlich: Ein Crosser weckt Interesse. Von der RoadBIKE-Reiseredakteurin, die sonst nur auf dem Renner unterwegs ist, bis hin zur Downhill-Koryphäe Thomas "Professor" Schmitt vom RoadBIKE-Schwestermagazin MountainBIKE standen die Kollegen regelrecht Schlange. Jeder wollte eines der Räder ausprobieren. Und alle waren am Ende begeistert von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Testräder.

Ein Cross-Rennrad für alle?

Denn egal ob Techniker Haider Knall mit breiten Slickreifen seine 30 Kilometer zur Arbeit über Schotterpisten und Waldwege abseits überfüllter und gefährlicher Straßen abspult oder ob der "Professor" mit dem Crosser auf den heimischen Singletrails seine Fahrtechnik und das Auge fürs Gelände schult: beide werden tatsächlich mit dem gleichen Rad glücklich.

Sind Crosser am Ende gar der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich Sportrad-Begeisterte aller Schattierungen einigen können? ?Gut möglich! Zwar verlangen Crosser auch Zugeständnisse – für Rennradfahrer etwa beim Gewicht (bei den Testrädern steht meist eine Neun vor dem Komma), für Mountainbiker beim vergleichsweise ?schmalen Einsatzbereich in ruppigem Gelände. Aber so ein Crosser macht eben auch unglaublich viel mit – und dabei natürlich jede Menge Spaß!

Das Erfolgsrezept der Testräder: Sie verbinden den Vortrieb eines Rennrades mit ausgeprägter Laufruhe und sicherem Handling. Die eigentlich für den Geländeeinsatz gedachten ruhigen Lenkeigenschaften bringen natürlich auch auf Forststraßen – und sogar auf Asphalt – Vorteile.
Im direkten Vergleich zeigten die Testräder dennoch stark unterschiedliche Charaktere: so wirken die Räder von Focus, Ridley und Rose dank starker Sattelüberhöhung sehr sportlich und fast wie ein Rennrad.

Die Modelle der amerikanischen Hersteller (Cannondale, Felt, Specialized) lassen ihre Fahrer entspannter sitzen und garantieren maximale Laufruhe – die nordamerikanischen Rennen führen meist über wenig technische Schotterpisten. Den von den meisten Testern als ideal empfundenen Mittelweg gehen Centurion, Merida, Ridley und Stevens mit ausgewogener Sitzposition und ruhigem, direktem Handling.



Die Cross-Rennräder in diesem Test

05.11.2011
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 10/2011