8 Carbon-Clincher-Laufräder im Labor- und Praxistest
RoadBIKE-Messlabor: Die Testergebnisse des Bremsentests
Das Bremsverhalten ist eines der wichtigsten Kriterien bei Carbon-Laufrädern. Diese umfangreichen Tests erlauben klare Aussagen. Zu den getesteten Produkten
Mehr zum Thema RoadBIKE Werkstatt-App fürs Apple iPhone - detaillierte Tipps für Rennrad-Fahrer RoadBIKE Werkstatt-App fürs Apple iPhone - detaillierte Tipps für Rennrad-Fahrer Video: Carbon-Laufräder Lightweight Meilenstein und Fernweg Rennrad-Laufräder aus Carbon im Test
Für den Test des Bremsverhaltens ging RoadBIKE eine Kooperation mit dem Studiengang Sportgerätetechnik an der FH Technikum Wien ein.
Dort hat Clemens Oertel einen Bremsenprüfstand entwickelt, der Aussagen über Bremskraft, Nassbremsverhalten und Dosierbarkeit zulässt.
Um vergleichbare Werte zu erhalten, kam im Test immer die gleiche Shimano-Ultegra-Bremse zum Einsatz, die jeweils mit den vom Laufradhersteller empfohlenen Belägen versehen wurde. Nur so lässt sich das unterschiedliche Bremsverhalten der Laufradsätze herausfiltern.
Um die Bremskraft ermitteln zu können, wird das jeweilige Laufrad über Rollen angetrieben, während ein Pneumatikzylinder den Bremshebel mit einer Kraft von 100 Newton betätigt.
Das dabei erzeugte Bremsmoment stützt sich an einer hoch präzisen Kraftmesszelle ab, aus deren Messwerten sich die Bremskräfte errechnen lassen. Aus den Daten ergibt sich ein Diagramm, das zusätzlich auch Auskunft über die Dosierbarkeit gibt. Je steiler die Kurve ansteigt, desto bissiger bremst die jeweilige Kombination.
Ermittlung des Nassbremsverhaltens mit definierter Wassermenge
Das Nassbremsverhalten wurde auf die gleiche Weise ermittelt. Einziger Unterschied: Das Laufrad wurde gezielt mit einer definierten Wassermenge benetzt. Nach einer festgelegten Benetzungsdauer startet das Prüfprogramm, das Benetzen endet kurz vor dem Anziehen des Hebels.
Die Bremse öffnet sich erst wieder, wenn die Maximalkraft erreicht ist – oder nach Ablauf der maximalen Prüfzeit. Im Praxistest wurden mit jedem Laufrad 2 definier-
te Abfahrten absolviert (2,2-Kilometer, 250-Höhenmeter). Dabei wurde jeweils zwischen 15- und 17-mal von 55 km/h auf 15 bis 20 km/h verzögert.
Das Systemgewicht aus Fahrer und Rad betrug rund 90 Kilo, der Reifendruck 7,5 Bar.
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