Kühler Schluck: Was bringen Thermo-Trinkflaschen?

Thermo-Trinkflaschen
Foto: Christian Brunker/RoadBIKE
Kühler Schluck statt warmer Plörre: So lautet das Versprechen der Isolier-Trinkflaschen. Doch können sie es halten? RoadBIKE hat es ausprobiert und nachgemessen.

Rennrad-Touren bei Temperaturen jenseits der 30 Grad sind eine Herausforderung und nur mit permanenter Flüssigkeitszufuhr eine gute Idee, um den großen Wasserverlust auszugleichen. Doch in normalen Trinkflaschen nähert sich das Wasser oder Iso-Getränk meist schon nach einer knappen Stunde eher einer Suppe denn einer kühlen Erfrischung. Abhilfe versprechen Isolier- oder Thermo-Trinkflaschen, doch wie stark ist deren Effekt wirklich? RoadBIKE wollte es genau wissen und hat nachgemessen.

 

Camelbak Podium Chill isolierte trinkflasche
Foto: Camelbak Hielt im Test am längsten kalt: die Camelbak Podium Ice Trinflasche

3 Thermo-Trinkflaschen im Vergleich

Ins Rennen gehen zum einen die Purist Insulated Bottle von Specialized, zum anderen die Podium Ice und Podium Chill von Camelbak. Als Referenz dient eine normale Trinkflasche. Alle Flaschen werden mit 0,5 Liter Leitungswasser gefüllt, die Starttemperatur betrug 13 Grad. Anschließend geht es für alle Flaschen nach draußen in die pralle Sonne bei knapp 40 Grad Lufttemperatur. Alle 5 Minuten wird die Wassertemperatur gemessen, Ende der Reihe ist nach insgesamt 90 Minuten.

 

Grafik Thermo Trinkflaschen
Foto: Christian Brunker/RoadBIKE

Unterschiede werden schnell deutlich

Schnell kristallieren sich die ersten Unterschiede heraus, bereits nach 10 Minuten liegen zwischen der besten Isolier-Trinkflasche und der Referenz-Flasche fast 3 Grad Temperatur-Unterschied. Überhaupt beeindruckt, wie schnell sich das Wasser in einer normalen Trinkflasche erwärmt: Bereits nach einer halben Stunde hat sich die Temperatur von 13 Grad auf 27,4 Grad mehr als verdoppelt, am Ende, nach 90 Minuten, hat das Wasser fast 41 Grad. In der besten Isolier-Trinkflasche hingegen, der Podium Ice von Camelbak, hat das Wasser nur 29,8 Grad. Am zweitbesten schlägt sich die Purist Insulated Bottle von Specialized mit 33 Grad Endtemperatur. Den dritten Platz belegt die Camelbak Podium Chill, wobei diese mit 38,5 Grad nur wenig besser als eine normale Trinkflasche ist.

Fazit

Thermo-Trinkflaschen können die Hitze zwar nicht ganz abhalten, dennoch zeigen sie in der Messreihe eindeutig ihre Stärken. Um seine Getränke noch länger kühl zu halten, kann man zu Beginn auch noch ein paar Eiswürfen in die Pulle füllen. Ansonsten hilft nur: Schnell austrinken und regelmäßig mit frischem Wasser nachfüllen!

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13.08.2015
Autor: Christian Brunker
© RoadBIKE