Acht Rad-Computer mit Pulsfunktion im Test

Spielkameraden

Aus zwei mach‘ eins: Unser Schwester-Magazin MountainBIKE hat acht aktuelle Tachos mit integrierter Pulsfunktion getestet.
Zu den getesteten Produkten

Wie sieht Ihre Lieblingstour aus? 50 Kilometer – oder eher 100? Vernichten Sie satte 1500 Höhenmeter oder reichen schon moderate 500? Und was sagt Ihr Durchschnittspuls? Stehen am Ende entspannte 130 oder schnelle 160 zu Buche? Rennrad fahren bedeutet Fun pur – und diese achte Tachos liefern handfeste Zahlen über dieses Vergnügen. All diese Daten auf einen Blick liefern moderne Tachometer mit integrierter Pulsfunktion. Vorteil: Mit nur einem Gerät bleibt Ihr Cockpit aufgeräumt.

Außerdem müssen Sie nicht an Tacho und Pulsuhr abwechselnd durch verschiedene Anzeigen switchen, um Informationen abzulesen. So bleiben die Hände am Lenker, während die Traum-Straße unablässig Input an den digitalen Spielkameraden schickt.

Aus der Vielzahl verfügbarer Pulstachos haben wir acht Modelle getestet – vier in der Preisklasse bis 100 Euro, vier weitere bis maximal 150 Euro. Auch wenn man heutzutage gut und gerne mehrere hundert Euro für einen Rad-Computer ausgeben kann, lautet die gute Nachricht: Im Einsteigerbereich finden sich sehr gute Kombigeräte, obgleich es einen Ausreißer nach unten zu verzeichnen gab. Aber auch einen nach oben – und zwar für unter 100 Euro!

Die entscheidende Frage im Test: Leisten Kombigeräte das Gleiche wie ein einzelner Tacho neben einer reinen Pulsuhr? Die Antwort: ja und nein! So fehlt an vier von acht Prüflingen zum Beispiel eine Roadbookfunktion – ein Nachteil, wenn Sie vorhaben, eine Tour nachzufahren, die auf solchen Kilometerangaben beruht.

Allerdings bieten mit nur einer Ausnahme alle Modelle nicht nur sämtliche Puls-Daten, sondern darüber hinaus die Möglichkeit, individuelle Trainingszonen zu programmieren. Diese Funktion ist vor allem für Fahrer interessant, die sich gezielt auf einen Wettkampf vorbereiten.

Neben der Frage nach der Ausstattung steht die nach der Praxistauglichkeit. Deshalb haben wir diesem Urteil auch satte 60 Prozent der Gesamtnote eingeräumt. Klar: Nur wenn beispielsweise das Display bei unterschiedlichen Lichtbedingungen gleichbleibend gut ablesbar bleibt, können Rennradfahrer die Vielzahl an Informationen schnell erfassen. Und bei schwierigen Straßen ist das bei weitem nicht nur eine Frage des Komforts, sondern vielmehr der Sicherheit.

Oder wollen Sie Ihren Blick länger von der Straße nehmen als unbedingt nötig? Das Gleiche gilt für die Bedien- und Erreichbarkeit der Tasten, eng verknüpft mit der Menüführung des jeweiligen Modells. Tasten, die quasi ohne Druckpunkt funktionieren oder Menü-Labyrinthe, in deren Wirrwarr sich der Nutzer verliert, gehören nicht an ein Rennrad!

09.05.2008
Autor: Thorsten Lewandowski
© RoadBIKE