15 Rennradbrillen im RoadBIKE-Test
Rennradbrillen müssen gut sitzen
Im RoadBIKE-Test beurteilen je mindestens drei Radsportler die Brillen. Zu den getesteten Produkten
Mehr zum Thema Oakley Radarlock und Radar Edge - neue Radbrillen für die Saison 2013 15 Rennradbrillen im RoadBIKE-Test Uvex sgl 104 - 2013er Radbrille mit Wechselgläsern von Uvex Alpina PSO Twist Four VL+: Sportbrille mit selbsttönenden Gläsern
Ihr Urteil: Wirklich unbequem zeigt sich keiner der Augenschützer. Lediglich die enge Evil Eye Pro von Adidas drückte seitlich etwas. Bei den Modellen von Gloryfy und Scott monierten die Tester zudem leichtes Rutschen auf der Nase. Bestnoten gab es für die sündhaft teure Assos Zegho sowie die deutlich günstigere Limar OF 6.
Übrigens: Viele Modelle im Test verfügen über verformbare, an die Kopfform anpassbare Bügel – und bei fast allen Brillen lassen
sich die Nasenpads verstellen.
Ist die perfekt passende Brille gefunden, sollte sie natürlich gute Sicht bieten. Dabei wird im Test schnell deutlich: Die beiden Modelle mit Rand sind hier im Nachteil. Das massive Gestell engt bei Uvex und vor allem Adidas das Blickfeld merklich ein.
Und das kann sogar gefährlich werden: Beim Kontrollblick nach hinten verschwinden andere Verkehrsteilnehmer mitunter im "toten Winkel" des Gestells. Eine uneingeschränkte Sicht bieten hingegen vor allem Modelle mit breitem und durchgehendem Schild – welches die Modelle von Endura und Northwave übrigens schon in der günstigen Klasse bieten.
Bei Northwaves Tour lenkt allerdings die markante gelbe Farbe des Gestells das Auge etwas ab. Auch Logos auf den Gläsern, wie bei der 720Armour, stören die Sicht etwas.
Immer klare Sicht
Ganz vorn in der Gunst der Tester landen hingegen die Modelle von Alpina und, vor allem, Assos: Die riesige Zegho bietet das klarste Bild im Vergleich. Die optische Güte der Gläser, von vielen Herstellern gern als Alleinstellungsmerkmal beworben, ist übrigens gar nicht so wichtig: "Selbst ein schlechtes Glas, etwa eines mit Kratzern, schädigt das Auge nicht. Es beeinträchtigt höchstens die Sicht", erklärt der Augenarzt Dr. Guido Aengenheyster.
Tatsächlich schädigen können das Auge hingegen Fremdkörper. "Verletzungen drohen vor allem durch kleine Steinchen. Insekten hingegen sind in der Regel höchstens unangenehm, aber nicht gefährlich", weiß der Experte. Schutz bietet hier prinzipiell jede Brille, sobald sie auf der Nase sitzt.
Auch guten Schutz vor UV-Licht garantieren inzwischen eigentlich alle Modelle, wie der Augenarzt bestätigt. Schwieriger wird es da schon mit dem Fahrtwind. "Er trocknet das Auge aus", so Dr. Aengenheyster. Eine unangenehme Bindehautentzündung kann die Folge sein.
Und: Der Wind findet fast jede Lücke. Entsprechend muss die Brille möglichst gut mit dem Gesicht abschließen, ohne dem Luftzug große Freiräume zu gewähren – speziell seitlich und von unten.
Im Test war die RoadBIKE-Crew mit den meisten Modellen zufrieden. Deutlichen Zug verspürten sie bei hohem Tempo lediglich bei der Speeder von 720Armour. Restlos überzeugen konnten die Tester dagegen die perfekt abschirmenden Modelle von Alpina und Oakley.
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