Auch in diesem Jahr haben unsere Leser wieder die Top-Rennräder und -Parts gewählt. mehr ...
Zwölf Cross-Rennräder zwischen 1150 und 3550 Euro im Test
Testgruppe 2: Sechs Edel-Crosser zwischen 2800 und 3550 Euro
Die Oberklasse ist von der Ausrichtung deutlich weniger vielfältig, und das ist auch sinnvoll. Zu den getesteten Produkten
Denn die meisten Kunden, die zwischen 2800 und 3550 Euro für einen Crosser ausgeben, erwarten ein renntaugliches Rad, dessen Geometrie, Ausstattung und Gewicht auf den Einsatz als Sportgerät ausgelegt sind. Vor diesem Hintergrund erfüllen alle Testräder den Anforderungskatalog. Alle Räder mit Carbonrahmen bleiben unter acht Kilo, und damit sind sie noch längst nicht am Limit.
Mit leichteren Anbauteilen und Laufrädern wären noch deutlich niedrigere Werte möglich. Die einzige Ausnahme im Test macht das Specialized Tricross Expert, dessen Materialmix aus Alu und Carbon das Gewicht auf über acht Kilo hebt.
Bei den Steifigkeiten gab es wie in der Günstig-Gruppe keine Ausreißer – alle Modelle überzeugen sowohl im Tretlager als auch im Lenkkopfbereich mit zum Teil extrem guten Werten, die für die gewünschte Fahrstabilität sorgen.
In Kombination mit ausgewogen wendigen bis sehr agilen Geometrien ergeben sich in diesem Testfeld renntaugliche Sportmaschinen, mit mehr oder weniger aggressivem, aber immer beherrschbarem Fahrverhalten.
Bei den Ausstattungen unterscheiden sich die Ansätze der Hersteller wiederum deutlich. Da die wenigsten Kunden bereit sind, 5000 Euro und mehr für einen Crosser auszugeben, muss der Verkaufspreis mit cleveren Komponenten-Kombis im Zaum gehalten werden.
Stevens und Ridley etwa setzen mit Teilen der Dura-Ace auf Highend-Schaltungskomponenten und ergänzen das Rad mit günstigen Anbauteilen. Berner, OCCP, Scott und Specialized schalten mit Mittelklasse-Gruppen wie Srams Force oder Shimanos Ultegra bzw. Ultegra SL und haben dafür zum Teil Top-Material bei Lenker, Vorbau und Stütze zu bieten.
Bei den Kurbeln sind die Hersteller auf gruppenfremdes Material angewiesen, da es für die aktuellen Versionen von Dura-Ace, Ultegra und Sram Force noch keine renntauglichen Ausführungen mit 46er-Kettenblättern gibt. OCCP und Specialized sind hier nicht ganz konsequent, indem sie zwar qualitativ hochwertige, aber überdimensionierte Kompaktkurbeln mit 50 Zähnen am großen Blatt verbauen.
Bleibt das viel diskutierte Bremsen-Thema. Bis auf das Specialized, das mit Mini-V-Brakes bissig verzögert, sind alle Modelle beider Preisklassen mit Cantilever-Bremsen ausgestattet, die mehr oder weniger gut funktionieren.
Anfänger vermissen ihre Rennradbremse und wünschen sich eine bessere Lösung, Rennfahrer können die Aufregung nicht verstehen und sind mit den Bremsleistungen hochwertiger Canties durchaus zufrieden. Gab es im Test Bremsprobleme, steht dies in den einzelnen Testbriefen.
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