Im RoadBIKE-Test: 12 Einsteiger-Rennräder bis 1.300 Euro

Tolles Fahrverhalten: Die Einsteiger-Rennräder überraschen im Test

Doch nicht nur mit tollen Leistungen auf der Waage setzen einige der Preisknaller in diesem Vergleich Ausrufezeichen, sondern vor allem da, wo es zählt: auf der Straße!
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Fotostrecke: 12 Einsteiger-Rennräder im Test

12 Bilder
Canyon Roadlite AL 6.0 Foto: Benjamin Hahn
Radon R1 4.0 Foto: Benjamin Hahn
Rose Pro-2000 Foto: Benjamin Hahn

Die überzeugenden Fahrleistungen sind kein Zufall, wenn die Basis stimmt – das Rahmen-Gabel-Set. Vor allem Giant liefert hier beeindruckende Bestwerte: Das steife, sehr komfortable Rahmen-Gabel-Set des TCR bringt gerade mal 1872 Gramm auf die Waage! Damit spielt es in der gleichen Liga wie die besten Alu-Rahmen der Welt und fährt auf Augenhöhe mit dem CAAD 10 von Cannondale und Canyons Ultimate AL – beide Sets wären allerdings deutlich zu teuer für dieses Testfeld. Canyon schickt seine Nummer 2 aus dem hauseigenen Alu-Sortiment in diesen Test: Auch das Roadlite ist mit 2083 Gramm vergleichsweise leicht, äußerst steif und bietet ebenfalls hohen Dämpfungskomfort.

Von den anderen Rahmen-Sets im Testfeld erreichte keines im RoadBIKE-Prüf­labor so gute, an Front und Heck ausgeglichene Komfortwerte. Das liegt meist daran, dass die Hersteller keine Carbon-Sattelstützen montieren – hier wird der Preisdruck offensichtlich. Die Sattelstütze sorgt aber gerade bei harten Alu-Rahmen für spürbare Dämpfung am Heck. Der heißeste Tuning-Tipp für Räder dieser Preisklasse wäre in den meisten Fällen eine gut dämpfende Stütze aus Kohlefaser.

Voll alltagstauglich

Abgesehen vom Dämpfungskomfort leistet sich im Prüflabor kein Rahmen-Set auch nur den Hauch einer Schwäche: Alle sind ausreichend steif für jedes Fahrergewicht und im Alltag absolut problemlos zu handhaben. Bei den Gabeln setzen die meisten Hersteller – wegen des Preisdrucks – auf Modelle mit Aluminium-Schaft. Das bedeutet zwar im Vergleich zu Vollcarbon-Gabeln rund 100 Gramm Mehrgewicht, dafür sind die Gabelschäfte aus Metall aber stressfrei im Alltag. Ein Vorteil für alle, die sich um die Wartung ihres Rennrades möglichst wenig kümmern wollen.

Auch die in der Preisklasse üblichen außen verlegten Brems- und Schaltzüge bringen im Alltag Vorteile: Zugwechsel gehen leichter von der Hand, im Vergleich zu innen verlegten Zügen sparen klassische Zuganschläge zudem gut 100 Gramm.



Die Rennräder in diesem Test:

02.08.2012
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 06/2012