Auch in diesem Jahr haben unsere Leser wieder die Top-Rennräder und -Parts gewählt. mehr ...
Neun Marathon-Rennräder im Test
Dauer-Läufer
Marathon und Langstrecke liegen im Trend – RoadBIKE hat die aktuellen Kilometerfresser-Räder getestet. Zu den getesteten Produkten
Er läuft, und läuft, und läuft! Was einst den ehrwürdigen VW Käfer zum beliebtesten Auto von Generationen machte, das wünschen sich die meisten Rennradfahrer heute von ihrem treuesten Begleiter: Ein Rennrad, das ohne zu zicken Kilometer vernichtet, und seien es noch so viele. Denn die große Mehrzahl der Rennradler fällt unter die Kategorie „Tourenfahrer“. Marathons und Langstreckenrennen boomen, Kilometerfressen liegt voll im Trend.
Logisch, dass die Hersteller im Langstreckensegment neue Modelle nachlegen: Bianchi Infinito, Haibike Affair, Scott CR1, Simplon Serum heißen die interessantesten Neuheiten der jungen Saison 2010.
RoadBIKE hat sie in diesem Test vereint, dazu Canyons Ultimate CF und Storcks Fenomalist, die beide durch eine spezielle Sattelstütze mehr Komfort bieten sollen, und Langstreckenklassiker wie das BMC Promachine, Red Bulls Carbon X-Lite und Specializeds Roubaix. Diese neun edlen Dauerläufer um 4000 Euro sollen zeigen, was sich im Tourensegment getan hat.
Wem die stolzen Preise zu hoch sind, sollte trotzdem weiterlesen: die Rahmen spielen ihre Vorzüge auch in günstigeren Modellvarianten aus, die Sie in der Mediashow finden.
Was braucht der Tourer?
Doch wodurch wird ein Rennrad eigentlich langstreckentauglich? „Die Basis ist der Rahmen, der muss passen“, sagt RoadBIKE-Techniker Haider Knall. Die Eckdaten so eines Dauerläufers lassen sich an den Geometriewerten ablesen, die der RoadBIKE-Techniker an jedem Rad im Test digital misst. „Ein im Verhältnis zum Sitzrohr etwas längeres Oberrohr und ein nicht zu kurzes Steuerrohr sorgen für eine sportliche Sitzposition, die aber auch nach Stunden im Sattel nicht unangenehm wird“, erklärt der Rennradexperte Knall.
Eine gemäßigte Lenkgeometrie mit eher flachem Lenkwinkel von 72 bis 73,5 Grad und langem Gabelnachlauf von über 60 Millimetern sorgen für eine ruhige Lenkung – denn bei langen Abfahrten oder Rollerpassagen wollen Tourenfahrer nicht ständig nachsteuern, sondern sich auf ihrem Renner wenn möglich sogar erholen.
Erholung als Voraussetzung
Die Erholung oder zumindest die Schonung der Haltemuskulatur steht mittlerweile ganz selbstverständlich als eines der wichtigsten Entwicklungsziele im Lastenheft, das die Hersteller langstreckentauglicher Rahmen erreichen wollen – ja müssen. Noch vor wenigen Jahren stand diese Dämpfung, landläufig Komfort genannt, im Mittelpunkt kontroverser Diskussionen. Brauchen Rennradfahrer Komfort?
Unbedingt, sagte RoadBIKE schon in der Saison 2007, als erstmals in einem Magazintest neben Steifigkeiten und Gewichten auch die vertikale Nachgiebigkeit der Rahmen gemessen und bewertet wurde. Heute ist das Standard, und selbst Verfechter der reinen Steifigkeitslehre wie Markus Storck bieten für ihre Rahmen wahlweise nachgiebigere Sattelstützen an.
Storcks Fenomalist in diesem Test erreicht mit so einer Stütze eine fast doppelt so hohe vertikale Nachgiebigkeit als früher – ohne dadurch auch nur einen Funken seines beeindruckenden Vortriebs einzubüßen.
Dämpfungskomfort bedeutet also keinen Nachteil für sportliche Räder. Rennradfahrer profitieren von dieser Entwicklung wie von kaum einer anderen der letzten Jahre: durch mehr Leistung. Im Test erreichen acht der neun Rahmen das Soll bei der vertikalen Nachgiebigkeit an der Sattelstütze. Simplon und Specialized erreichen Traumwerte. Doch allein der Komfort an der Sattelstütze bedeutet nur die halbe Miete.
Online-Shopping rund ums Rennrad: Bikes, Parts und Equipment in RoadBIKE-Partnershops
Bianchi
Bianchi Infinito Chorus
Haibike
Haibike Affair RC
Red Bull
Red Bull Carbon X-Lite 8800
Scott
Scott CR1 Pro
Simplon
Simplon Serum Force
Specialized
Specialized Roubaix
Storck
Storck Fenomalist
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