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Im RoadBIKE-Test: 5 Carbon-Rennräder für Frauen
Spezielle Rennrad-Parts für Damen-Räder
Was müssen Räder speziell für Frauen überhaupt können? Brauchen sie eine besondere Geometrie oder spezielle Parts? Daniel Schade kennt die Antwort. Zu den getesteten Produkten
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Der Sportwissenschaftler Daniel Schade vermisst bei der Gesellschaft für Biomechanik in Münster Sportler, um die für sie optimale Radeinstellung zu finden. "Eine spezielle Geometrie braucht es nicht, sie muss allerdings zu den Körpermaßen passen! Der wichtigste Unterschied zwischen Mann und Frau ist die durchschnittliche Körpergröße. Frauen sind häufig kleiner und brauchen deshalb auch Rennräder in kleineren Größen", sagt Schade.
Die geringere Körpergröße geht meist mit schmaleren Schultern und kürzeren Armen einher. "Einer kleinen Frau einen 42 Zentimeter breiten Lenker zu montieren, wäre Blödsinn und würde zu Problemen führen", erklärt er.
Während sich die Lady-Bikes noch vor wenigen Jahren nur durch kleinere Rahmen und "feminine" Optik von den Rädern für Männer unterschieden, zeigt der Test, dass die Radhersteller die Bedürfnisse von Frauen inzwischen besser verstehen. Alle Frauen-Renner im Test kommen mit zu den kleinen Rahmengrößen passenden kurzen Kurbelarmen, die sich für kleinere Personen mit kurzen Beinlängen eignen.
Schmale Lenker (um 40 Zentimeter) und kurze Vorbauten finden sich an allen Lady-Rädern. "Vielen Frauen mit Rückenproblemen helfen wir durch einen Kompaktlenker. In Kombination mit dem richtigen Rahmen verhindert das passende Cockpit auch Überstreckung", sagt Schade.
Sicheres Bremsen durch Shims und anatomisch angepasste Sättel für optimalen Sitz
Scott löst das Problem (zu) weit abstehender Bremshebel bereits ab Werk mit großen Unterlegkeilen (sogenannten Shims): Diese bringen die Bremshebel näher an den Lenker, so dass Frauen mit kleinen Händen in allen Sitzpositionen sicher bremsen können.
Die anderen Hersteller verbauen nur kleinere Abstandshalter-Shims. Das lässt Raum für Tuning – Keile für geringeren Abstand der Bremshebel lassen sich schnell und günstig nachrüsten.
Ein Kontaktpunkt, der Frauen häufig Probleme bereitet, ist der Sattel. Grund: Die meisten Sättel sind auf die männliche Anatomie ausgelegt. "Frauen haben aber eine andere Struktur der Beckenknochen", erklärt Schade.
Hier bietet Specialized eine vorbildliche Auswahl: Der Sattel am Ruby ist in mehreren Breiten erhältlich und auf die weibliche Anatomie abgestimmt – er überzeugte alle Testerinnen. Bei den anderen Rädern empfiehlt es sich, gegebenenfalls einen passenden Sattel nachzurüsten.
In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder
In diesem Artikel
Aktuelle Rennräder und Rennrad-Parts im Test







