Im RoadBIKE-Test: 12 Einsteiger-Rennräder bis 1.300 Euro

Gute Ausstattung: Vernünftige Rennrad-Komponenten in der Einsteiger-Preisklasse

Die Ausstattung der Rennräder im Test variiert zwar nicht besonders start zwischen einzelnen Rennrädern, sie lässt allerdings auch nicht viel zu wünschen übrig.
Zu den getesteten Produkten

Fotostrecke: 12 Einsteiger-Rennräder im Test

12 Bilder
Canyon Roadlite AL 6.0 Foto: Benjamin Hahn
Radon R1 4.0 Foto: Benjamin Hahn
Rose Pro-2000 Foto: Benjamin Hahn

Bestückt sind die Testräder meist ähnlich – der Preisdruck lässt den Produktmanagern hier nur wenig Spielraum. Shimanos 105-Gruppe ist der – funktional sehr überzeugende – Standard. Mit ihren 10 Ritzeln und von den Top-Gruppen abgeleiteter Technik funktioniert die 105 absolut problemlos. Hin und wieder locken auch Teile der Ultegra-Gruppe – diese sind durch die höhere Materialgüte leichter und nochmals haltbarer als die der 105er-Gruppe.

Wenn, wie am Carver, gar eine komplette Ultegra-Gruppe verbaut wurde, ist das ein starkes Angebot! Bei Cube und Radon locken Brems-/Schalthebel, Schaltwerk und Umwerfer der Ultegra, dafür sparen beide Anbieter an anderer Stelle, montieren günstige, deutlich schwerere Kurbelsätze. Cannondale und Focus setzen bei den Bremsen den Rotstift an und verbauen Stopper anderer Zulieferer, die im Vergleich zu den 105er-Bremsen schlechter verzögern. Solche Sparmaßnahmen sind ärgerlich, da in der Praxis deutlich spürbar. Ein Rad mit kompletter 105-Gruppe ist im Zweifel immer die bessere Wahl als ein Modell, an dem einige billige Teile Dienst tun!

Die größten Unterschiede finden sich bei den Laufrädern. Zwar drehen sich in allen Rennern im Test günstige Laufradsätze, doch Canyon und Rose setzen beispielsweise auf Mavics bewährtes Aksium – das bis zu 400 Gramm weniger wiegt als die schwersten Sätze im Testfeld. Bei den umfangreichen Laufrad-Prüfungen, die Road­BIKE an jedem Testrad durchführt, fiel bei mehreren Modellen schlechte Fertigungsqualität auf: Einige Felgen waren nicht sauber in der Mitte zentriert oder wiesen schon im Neuzustand Seitenschläge auf. Auch das ist eine Folge des Preisdrucks: Die Laufradhersteller prüfen die Qualität offensichtlich weniger akribisch, als es bei höherwertigen Sets üblich ist. Die meisten der aufgedeck­ten Schwächen kann der Radhändler durch Nachzentrieren allerdings recht schnell beheben. Bei Radon wies das Vorderrad allerdings einen Seitenschlag von knapp 3 Millimetern auf – dafür gab es Punktabzüge.



Die Rennräder in diesem Test:

02.08.2012
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 06/2012