Test: Renner mit Parts von Campa und Sram Es muss nicht immer Shimano sein – RoadBIKE hat neun heiße Rennrad-Alternativen mit Campagnolos Athena und Srams Force... mehr ...
16 Carbon-Bestseller im Test – plus: 10 preisgünstige Alternativen
Carbon-Knaller
Viel Rennrad zum fairen Preis? RoadBIKE hat die Modelle der beliebten Bestseller-Klasse getestet und fand einige starke Carbon-Renner mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu den getesteten Produkten
Wie viel lassen sich die RoadBIKE-Leser eigentlich ihr Hobby kosten? 2300 Euro will der größte Teil für den nächsten Renner investieren– so die Ergebnisse der aktuellen RoadBIKE-Leserbefragung.
Das deckt sich mit den Erwartungen der Hersteller, die in dieser Preisklasse den größten Absatz sehen. RoadBIKE hat 16 Carbon-Knaller getestet und wollte wissen, was sie wirklich können und bieten. Bestellt hat die Redaktion übrigens deutlich mehr Räder, aber einige Marken konnten zum Termin noch kein Testrad liefern.
Da diese Preisklasse heiß umkämpf ist, bieten die Hersteller alles auf: Sehr gute Rahmen bilden die Basis, preisaggressive Anbieter lassen sich auch bei Ausstattung und Laufrädern nicht lumpen – und liefern die besten Räder, die es in dieser Preisklasse je gab. Die großen Namen machen bei den Bauteilen leichte Abstriche.
Carbonrahmen – was sonst!
Bei Rädern über 2000 Euro setzen die meisten Hersteller auf Carbon bei den Rahmenmaterial. 1200 Gramm und weniger wiegen die in diesem Test vertretenen Modelle. Nur Cannondales neues Six Carbon wiegt mit 1423 Gramm so viel wie ein normaler Alu-Rahmen. Alle Rahmen-Gabel-Sets bleiben unter zwei Kilo, auffällig nur die fast 600 Gramm schweren Gabeln im Cube und Specialized.
Knapp ein Drittel aller Räder fielen durch ihre weichen Lenkköpfe auf. Bei Cannondale, Fuji, Müsing, Specialized und Stevens ist diese leichte Schwäche im Vergleich zu einem richtig steifen Lenkkopf spürbar, aber nie gefährlich. Das Bianchi und vor allem das FAT sind schon bei langsamer Geradeausfahrt spürbar weich und schaukeln sich bei schnellen Abfahrten kritisch auf.
Damit hätte vor dem Test niemand gerechnet, gilt Carbon in dieser Gewichtsklasse doch eigentlich als völlig unproblematisch. Diese Entwicklung gilt es im Auge zu behalten, denn der Vergleich vieler Modelle in Labor und Praxis ist keinem Kunden im Radgeschäft möglich.
Laufräder mit System
Die spürbarsten Abstriche müssen Käufer in dieser Preisklasse bei den Laufrädern hinnehmen. Systemlaufräder bestimmen das Bild, und zwar durchweg eher schwere Modelle.
Die Folge: Bei jedem Antritt und bei jedem Sprint reagiert das Rad etwas träge. Positiv wirkt sich das Mehrgewicht hingegen auf die Steifigkeit der Laufräder aus, die anders als leichtere Sätze auf dem RoadBIKE-Prüftisch gute Ergebnisse erzielen konnten.
Ausrutscher gab es aber auch hier, offensichtlich an den American Classic-Rädern im Müsing, deren Speichen sich bei den ersten Testfahrten noch unüberhörbar setzten – ein Indiz für schlechte Montage.
Die Gruppenfrage
Bei den Ausstattungen darf sich der Kunde aber freuen. Shimanos Ultegra SL und die auf gleich hohem Niveau angesiedelten Campagnolo Veloce und Sram Force zieren gleich sechs Räder im Testfeld. Edler zeigt sich die neue elffache Campagnolo Chorus am Cube und Shimanos Top-Modell Dura-Ace am Radon.
Schön, dass im Testfeld die Systeme aller drei großen Schaltungsanbieter vertreten sind. Wer wissen möchte, welcher Anbieter denn nun die beste Schaltung baut, sollte beim Händler einfach mal die Hebel aller drei in die Hand nehmen und Probe schalten. Die Funktion ist schlicht Geschmackssache, die Qualität bei allen dreien unzweifelhaft.
Abstriche bei der Schaltung müssen Kunden nur bei Cannondale, Specialized und Storck machen. Hier ist Srams Einsteigergruppe Rival beziehungsweise Shimanos 105 montiert. Beim Gewicht und der Haltbarkeit bedeutet das schon einen Nachteil.
Sichtbare Klassenunterschiede gibt es auch bei den Anbauteilen und Sätteln. Während die preisaggressiven Marken und Versender meist Alu-Teile von Ritchey oder Syntace und Sättel von Fizik oder Selle Italia montieren, finden sich bei den großen Namen Eigenmarken-Teile.
Einen Nachteil beim Gewicht bedeuten diese aber nicht. Beim Sattel sollten sich Rennradfahrer gleich welcher Leistungsklasse ohnehin nicht vom Namen blenden lassen – denn der passt nur selten und sollte sofort getauscht werden, wenn er drückt.
Fazit:
Warum sich die 2300-Euro-Klasse bei Rennradfahrern so großer Beliebtheit erfreut, zeigen die Testkandidaten. Hier gibt es viele renntaugliche Carbon-Knaller selbst für sehr anspruchsvolle Radsportler. Bergamont, Cube, KTM und Radon verdienen sich mit toller Ausstattung und sportlichen Charakterzügen alle einen klaren Kauftipp. Wer mit einem Rad vom Versender zurechtkommt, findet beim Testsieger von Red Bull einen beeindruckend vielseitigen Alleskönner, der neue Spitzenleistungen garantiert.
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Bergamont
Bergamont Dolce 9.9
Cannondale
Cannondale Six Carbon Rival
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Scott CR1 Pro
Specialized
Specialized Tarmac Comp
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Stevens SCF SL Centaur
Storck
Storck Absolutist 1.0
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