Rennradschuhe von 120 bis 400 Euro im Test

18 Radschuhe im Check: Ist teuer wirklich besser?

Rennradschuhe müssen die Kraft direkt aufs Pedal übertragen. RoadBIKE hat 18 Modellen auf die Sohle gefühlt und sie im Labor aufwendig vermessen.
Zu den getesteten Produkten

UPDATE: 19 aktuelle Rennradschuhe aus dem 2015er Test: Das komplette Testfeld finden Sie hier

Ständig Vollgas, ständig Tempo, ständig Stress – ein Rennradschuh hat es wahrlich nicht leicht. Ununterbrochen wird auf ihn eingetreten oder an ihm gezerrt, dass sich die Sohlen biegen. Mit über 1500 Newton belasten Radsportprofis beim explosiven Antritt ihr Fußkleid, wie Messungen der Gesellschaft für Biomechanik Münster (Gebiom) belegen. Das entspricht einer Belastung von etwa 150 Kilogramm pro Schuh, also weit mehr als dem zweifachen Körpergewicht eines durchschnittlichen Rennradprofis – je nach Trittfrequenz über 100-Mal pro Minute.

Auch bei Hobby-Sportlern sollten Schuhe genau sitzen

Und selbst wenn Otto Hobbysportler diese Werte kaum erreichen wird: Auch er beansprucht seine Radschuhe enorm. Um sicherzustellen, dass die Schuhe beim Einsatz auf dem Renner auch langfristig optimale Begleiter sind, sollten Radsportler beim Kauf also genau hingucken.

RoadBIKE hat dazu 18 aktuelle Rennradschuhe getestet. 12 Modelle, darunter 3 Damenschuhe, in der beliebten Mittelklasse um 130 Euro. Anspruchsvolle Sportler finden zudem 6 Spitzenmodelle von 250 bis 400 Euro im Test, wie sie von den Rennradprofis getragen werden. Die Testfelder wurden dabei unabhängig voneinander bewertet, die Ergebnisse sind also nur innerhalb der Kategorien direkt und unmittelbar miteinander vergleichbar.



22.05.2010
Autor: Felix Krakow
© RoadBIKE
Ausgabe 04/2010