Rennräder im Test

Testbericht: Vandeyk O Turquoise (2015)

Vandeyk O Turquoise
Foto: Christian Lampe
Das 0 Turquoise ist ein echter Alleskönner. Die Mischung aus Sportlichkeit und Fahrkomfort stimmt, nur das Heck könnte etwas besser federn.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • ordentliche Steifigkeiten
  • hoher Dämpfungskomfort auf schlechtem Belag

Was uns nicht gefällt

  • wenig Federung am Heck bei harten Stößen
  • teuer

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Die Firma Vandeyk als Radhersteller zu bezeichnen, würde die in Stuttgart angesiedelte Mannschaft um Arendt van Deyk nicht wirklich treffend beschreiben. Denn ein Vandeyk- Projekt hat viele Väter aus verschiedenen Häusern: Vom Design über das Schweißen bis hin zur Lackierung wandert der Rahmen durch mehrere Expertenhände, deren Arbeit Vandeyk in genau vorgegebene
Bahnen lenkt. Das Ergebnis sind in
vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Räder:

Außergewöhnlich detailverliebt und
außergewöhnlich kostspielig. Da macht auch das jüngste Vandeyk-Projekt keine Ausnahme: Das 0 Turquoise basiert auf einem Columbus-Spirit-Stahl-Rohrsatz, der von Georg Blaschke (Gebla Precision Frames) zu einem sportlichen Rahmen vereint wird, und dann eine, laut Vandeyk, besonders aufwendige Lackierung bekommt.

Letztere wird auch der Enve-Carbon- Gabel und dem Vorbau zuteil. Doch bei allen Bemühungen um einen stilvollen Auftritt, ist auch das Vandeyk zum Fahren gemacht – und das macht es ganz hervorragend. Das Leichtgewicht geht bei Antritten dank steifem Tretlager auffallend willig nach vorne, und mit einem steiferen Hinterrad wäre in dieser Hinsicht
noch mehr möglich. Lenkbewegungen folgt es direkt und präzise, die Fahrstabilität ist hoch und liegt auch für schwere Fahrer noch im grünen Bereich.

Die Sitzposition gerät leicht gestreckt, findet aber das richtige Maß, um noch als tourentauglich durchzugehen. Die Dämpfung des Stahlrahmens macht sich auf rauem Asphalt angenehm bemerkbar: Stöße werden an der Front effektiv abgefedert, die Sattelstütze flext jedoch aufgrund ihres geringen Auszugs nur wenig. Ein Detail, das sich durch die Maßrahmen-Option (350 Euro Aufpreis) leicht ändern lässt.

Technische Daten des Test: Vandeyk O Turquoise

Preis: 3750Euro/ auf Anfrage (Set/Rad) Euro
Gewicht: 6,8 kg
Rahmengewicht: 1834 g
Gabelgewicht: 332 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 50/52/54/56/58/60/62
Getestete Rahmenhöhe: 56
Rahmenmaterial: Titan
Schaltgruppe: Sram Red 22, 11-25
Kurbelsatz: Sram Red, 50/34
Bremse: Sram Red 22

Einzeltest

Geometrie


Fazit:

Das 0 Turquoise ist ein echter Alleskönner. Die Mischung aus Sportlichkeit und Fahrkomfort stimmt, nur das Heck könnte etwas besser federn.

Vandeyk O Turquoise (2015) im Vergleichstest

Im Test: 7 Rennräder aus Titan und Stahl Foto: Christian Lampe

Im Test: 7 Rennräder aus Titan und Stahl

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Vandeyk O Turquoise (2015) im Vergleich mit anderen Produkten

02.02.2015
Autor: Nils Flieshardt
© RoadBIKE