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Rennräder im Test
Testbericht: Univega Via Mountain King
Unaufdringlich, spurtreu und stets beherrschbar – mit dem Via Mountain King liefert Univega einen souveränen Carbon-Renner, besonders für starke Fahrer. Mit dieser Ausstattung bleiben auch 3500 Euro akzeptabel.
- hohe Spurtreue und sehr gute Rollerqualitäten
- besonders gut auch für Fahrer über 75 Kilogramm geeignet
- leichte Abstriche in der Rahmendämpfung
- leichtes Übergewicht für einen Carbonrahmen
Die zurückhaltenden Rahmendesigns und Verzicht auf Profi-Sponsoring pushen das Label nicht gerade. Völlig zu Unrecht, denn die Rennräder aus Cloppenburg verdienen kein Schattendasein hinter der Premiummarke Focus und der Traditionsmarke Raleigh, allesamt Töchter von Derby-Cycles. Denn keine Univega-Maschine fiel bei den Tests von RoadBIKE bisher schlecht auf – die soliden Renner gefallen durch ihr souveränes Auftreten.
Auch bei Univegas Top-Modell Via Mountain King fallen sofort die hohe Laufruhe und die vorbildliche Spurtreue auf. Völlig unaufgeregt lässt sich der Carbon-Renner durch die Kurven zirkeln, so dass schnell pure Fahrfreude aufkommt. Harte Antritte nimmt das Univega gern und willig auf und verschenkt im steifen Tretlagerblock keine Energie.
Zeigt es im Wiegetritt schon sehr gute Fahrqualitäten, liegt seine Stärke besonders bei leicht kurvigen Rollerpassagen und langen Bergabfahrten. Bei Sprintattacken dauert die Beschleunigungsphase des 7200 Gramm schweren Renners allerdings einen Tick länger als bei manchem federleichten Konkurrenten.
Davon abgesehen sind die paar hundert Gramm Mehrgewicht aber kaum spürbar. Die rotierenden Massen der Laufräder wiegen fertig montiert – inklusive Reifen, Schläuche und Kassette – etwas über 2300 Gramm und lassen sich auch wegen ihrer hohen Steifigkeit sehr gut beschleunigen. Mit 1291 Gramm gehört das Kernstück, der Rahmen in Größe 58, nicht gerade zu den Leichtgewichten. Ein Vorteil seines Gewichts ist aber die Qualität des grundsolide konstruierten Rahmens. Im Grunde genommen wie gemacht für „schwere“ Piloten – bei Rennradfahrern beginnt diese Gewichtsklasse bereits ab 75 Kilogramm.
Abstriche gibt es dafür bei den Komfortqualitäten des stabilen Renners – die Rahmendämpfung hält sich in Grenzen, und über die Anbauteile ist die Härte der Fahrbahn gelegentlich spürbar. Die Kombination aus dem Carbonlenker von FSA mit den STI von Shimanos Top-Gruppe ist etwas unglücklich gewählt, da die Hebel aufgrund der Lenkerform seitlich weit abstehen. Fahrer mit kleinen Händen können glücklicherweise die Reichweite der ergonomischen Dura-Ace-Griffe individuell anpassen.
Fazit: Unaufdringlich, spurtreu und stets beherrschbar – mit dem Via Mountain King liefert Univega einen souveränen Carbon-Renner, besonders für starke Fahrer. Mit dieser Ausstattung bleiben auch 3500 Euro akzeptabel.
Univega Via Mountain King im Vergleichstest Diese Produkte wurden im Vergleich zu Univega Via Mountain King getestet:Storck
Storck Fenomalist
Look
Look 566 Origin
Kestrel
Kestrel Talon SL Road
Schmolke
Schmolke Titan Namur
Lapierre
Lapierre X-lite II 300 FDJeux
Müsing
Müsing Onroad Race
Progress
Progress Phase




