Rennräder im Test

Testbericht: Storck Aernario Pro Disc G1 (Modelljahr 2017)


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RoadBIKE Storck Aernario Pro Disc G1
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias Fahrbild
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias Aero-Sattelstütze
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Das Storck Aernario Pro Disc G1 überzeugt als bärenstarker sportlicher Alleskönner.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • bärenstarker, recht sportlicher Allrounder
  • sehr fahrstabiles Rahmen-Set
  • tolle Ausstattung, hoch funktional

Was uns nicht gefällt

  • Postmount-Discaufnahme
  • teuer

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Testurteil sehr gut

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Testurteil: Sehr gut (71 Punkte)

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Das Storck Aernario startet zur Saison 2017 auch mit Disc durch: das Storck Aernario Pro Disc G1 mit Scheibenbremsen, eine ideale Paarung.

Denn Storcks sportlicher Allrounder ist prädestiniert für Alpen-Einsätze, Marathons oder ausgedehnte Touren. Die Disc bringt zusätzlich Sicherheit und entlastet die Unterarme bei langen Abfahrten, heißen Hetzjagden oder Nässe: die perfekte Abrundung für das vielseitige Storck Aernario Pro Disc G1.

Leider befestigt Storck die Bremsen nach Postmount-Standard – technisch kein Problem, aber Flatmount wäre zeitgemäß. Nervig ist auch, dass die hintere Nabe ohne Führung im Hinterbau sitzt, was die Montage fummelig macht.

Mit einer recht gestreckten Fahrerhaltung und der hervorragenden Mischung aus sicherer Laufruhe und messerscharfem Handling überzeugt das Storck Aernario Pro Disc G1 in jeder Situation. Im Vordergrund stehen dabei immer der starke Vorwärtsdrang und die Tempostärke. So gekonnt schaffen nur ganz wenige Rennräder die Mischung aus sportlicher Gangart bei noch ausreichendem Komfort und hoher Sicherheit selbst für stundenlange Einsätze.

Das Testrad kam mit elektronischer Ultegra und Laufrädern von DT Swiss traumhaft bestückt. Der Rahmen in der Pro-Version ist vorbildlich steif und bietet am Heck ordentlichen Federungskomfort, wiegt unter einem Kilo, das Set bleibt knapp unter 1,5 Kilo.

Das ist für sich betrachtet in Ordnung, im Vergleich zu ähnlichen Disc-Rennern (etwa dem Cannondale Supersix Evo HM Disc) ist das Storck Aernario Pro Disc G1 aber etwas schwerer – und sehr teuer. In der günstigeren Comp-Version wiegt der Rahmen ca. 200 Gramm mehr, mit mechanischer Ultegra gibt es dieses Modell dafür bereits für knapp 3700 Euro.

Wer die überzeugenden Fahreigenschaften will und ein paar hundert Gramm Mehrgewicht verkraften kann, sollte sich deshalb die Comp-Version anschauen.

Technische Daten des Test: Storck Aernario Pro Disc G1

Preis: 6448 Euro
Gewicht: 7,7 kg
Rahmengewicht: 986 g
Gabelgewicht: 439 g
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: (ohne Schnellspanner /Steckachse) 2974 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 47/51/55/57/59/63
Getestete Rahmenhöhe: 57
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 85 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 126 N/mm
Komfort vorne: 419 N/mm
Komfort hinten: 302 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 88 Nm/°
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 87 Nm/°
Schaltgruppe: Shimano Ultegra Di2, 11–28
Kurbelsatz: Shimano Ultegra, 52/36
Bremse: Shimano BR-RS785
Laufräder: DT Swiss R23 db
Reifen: Schwalbe One, 25 mm
Vorbau: Storck ST115
Lenker: RBC220
Sattel: S. Italia SLS
Sattelstütze: Storck MLP150

Profil:

Geometrie:


Fazit:

Das Storck Aernario Pro Disc G1 überzeugt als bärenstarker sportlicher Alleskönner. Der Rahmen ist bestens konstruiert, die Ausstattung in der Praxis ein Traum – der allerdings seinen Preis hat.

Storck Aernario Pro Disc G1 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Storck Aernario Pro Disc G1 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

16.08.2017
© RoadBIKE
Ausgabe /2017