Rennräder im Test

Testbericht: Stevens Acralis Disc


Zur Fotostrecke (44 Bilder)

Stevens Acralis Disc
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Christian Lampe
Stevens hat mit dem neuen Arcalis ein sehr eigenständiges Aero-Konzept entwickelt: Eher Dauerläufer als Sprinter, kommt es wahlweise mit Disc.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Langstrecken-Sportler mit willigem Charakter
  • noble Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • gemessen am Preis recht schwer

Ein Aero­Renner mit Scheiben­bremse – das gibt es so noch nicht. Wenn man eine Runde mit dem windschnittigen Hanseaten gedreht hat, erscheint das Konzept schlüssig: Das Arcalis ist eher ein schneller Tourer, verzichtet bei der Rahmen-­Geometrie auf die für Aero-­Renner typischen Extreme: Das Oberrohr ist im Verhältnis zum Sitzrohr gemäßigt lang, das Steu­errohr nicht kurz. So sitzt man hier durchaus langstreckentauglich, mit sportlicher Streckung und Sat­telüberhöhung, aber eben nicht so tief wie auf manch anderem Aero-Sportler.

Typisch für die Kategorie läuft das Arcalis dank langem Rad­stand zwar ausgeprägt ruhig geradeaus, trotzdem reagiert die Lenkung zackig: Lenkwinkel und Gabelnachlauf sind sportlich ausgelegt. Unterm Strich gibt das Arcalis also den schnellen Dauer­läufer – passend dazu verspricht Stevens auch zeitgemäß hohen Federungskomfort. Den konnte RoadBIKE beim Testrad noch nicht messen – so wenig wie die Steifigkeiten –, weil Stevens das Lay­up des Rahmen-­Gabel-Sets noch optimieren möchte, der Rahmen entstammt der Vorserie. Zumindest im Lenkkopfbereich war auf den Test runden durchaus Verbesserungspotenzial erkennbar – was im Aero-­Segment allerdings nicht wirklich überrascht.

Die bestens dosierbare, unter allen Bedingungen kraftvolle Scheibenbremse passt wunderbar zu diesem Aero-­Langstrecken Konzept – zusammen mit der elektronischen Shimano­-Dura-Ace-­Schaltung am Testrad eine echte Traumpaarung. Wem das alles zu modern oder einfach nur zu teuer ist: Stevens bietet das Arcalis auch mit Felgenbremsen und mechanischer Schaltung an, als Komplettrad ist es dann bereits ab 2099 Euro zu haben – ein eigenständiges Aero-Konzept inklusive.

Technische Daten des Stevens Acralis Disc: Zeitenwende

Preis: 6059,00 Euro
Gewicht: 7500 g
Rahmengewicht: 1112 g
Gabelgewicht: 433 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 50/52/54/56/58/60/62 cm
Getestete Rahmenhöhe: 58 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Dura-­Ace Di2, 11–25
Kurbelsatz: Shimano Dura-­Ace, 53/39
Bremse: Shimano BR-­R785
Laufräder: DT Swiss Spline RC38 C db
Reifen: Continental GP4000 I, 25
Vorbau: Ritchey Superlogic Carbon
Lenker: Ritchey Superlogic Carbon
Sattel: Selle Italia SLR
Sattelstütze: Stevens Aero

Geometrie

Messwerte


Fazit:

Stevens hat mit dem neuen Arcalis ein sehr eigenständiges Aero-Konzept entwickelt: Eher Dauerläufer als Sprinter, kommt es wahlweise mit Disc.

Stevens Acralis Disc im Vergleichstest

11 Rennräder für die Saison 2015 Foto: Christian Lampe

11 Rennräder für die Saison 2015

Sie möchten dieses Jahr ein Rennrad kaufen? RoadBIKE hat jetzt schon 11 topaktuelle Rennräder für die Saison 2015 getestet.


Stevens Acralis Disc im Vergleich mit anderen Produkten

08.12.2014
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE