Rennräder im Test

Testbericht: Simplon Pavo 3 Ultra (Modelljahr 2014)

Superleichte Rennräder im RoadBIKE-Test: Simplon Pavo 3 Ultra
Foto: Benjamin Hahn
Simplon verspielt durch kleine Patzer im Labor und bei der Ausstattung zwar seine Top-Platzierung in der ewigen Bestenliste, begeistert aber nach wie vor – vor allem Bergfahrer.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • ausgewogenes Fahrverhalten
  • sehr niedriges Rahmengewicht

Was uns nicht gefällt

  • mäßig steifer Lenkkopfbereich
  • lediglich mit 10-fach-Gruppe ausgestattet

RoadBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Mit dem Simplon Pavo ist es wie mit einem guten Freund. Selbst wenn man sich ewig nicht gesehen hat, ist es bei jedem Wiedersehen wieder so schön wie früher. Schon wenige Kurbel­umdrehungen genügen, um zu wissen: Spaß ist hier garantiert. Und Speed!

Schon in früheren Evolutionsstufen begeisterte das Pavo die Tester mit überwältigendem Vortrieb. Daran hat sich nichts geändert. Auch das Pavo 3, in der extraleichten Ultra-Version, sorgte zuverlässig für ein Dauergrinsen beim sportlich ambitionierten Teil des Test-Teams. Die Kombination aus steilem Sitzwinkel und kurzem Steuerrohr bringt den Fahrer in eine sportlich kompakte Sitzposition, die immer wieder zu Antritten verleitet, sich aber auch auf der Langstrecke problemlos über Stunden schmerzfrei halten lässt.

Willig setzt das Pavo jeden Tritt in Vortrieb um und klettert dabei behände wie kaum ein anderes Rennrad. Dazu kommt spürbarer Federungskomfort, den die hauseigene Sattelstütze generiert, und eine präzise, aber unaufgeregte Lenkung. Ausgewogenheit als große Stärke.

Fotostrecke: Sechs superleichte Rennräder für die Saison 2014

19 Bilder
Superleichte Rennräder im RoadBIKE-Test: Cannondale Supersix Evo Black Foto: Benjamin Hahn
Superleichte Rennräder im RoadBIKE-Test: Cannondale Supersix Evo Black Foto: Benjamin Hahn
Superleichte Rennräder im RoadBIKE-Test: Cannondale Supersix Evo Black Foto: Benjamin Hahn

Nicht ganz so uneingeschränkt begeistern können alle Laborwerte. Zwar fällt die Lenkkopfsteifigkeit nicht bedenklich niedrig aus, aber andere Sets im Feld beweisen, dass auch in der Leichtbauklasse ausreichende Steifigkeiten kein Wunschtraum bleiben müssen. Für Fahrer, die deutlich über 80 Kilo wiegen, empfiehlt sich das Pavo deshalb weniger. Bergflöhe hingegen können darüber getrost hinwegsehen. Sie finden im Pavo eines der leichtfüßigsten Modelle am Markt.

Technische Daten des Test: Simplon Pavo 3 Ultra

Preis: * 8.549 Euro
Gewicht: 5.690 g
Rahmengewicht: 740 g
Gabelgewicht: 308 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 52/55/58 cm
Getestete Rahmenhöhe: 55 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Sram Red, 11-28
Kurbelsatz: Sram Red, 50/34
Bremse: Sram Red
Laufräder: Mavic Cosmic Carbon Ultimate
Reifen: Mavic Yksion Pro Tubular, 23 mm
Vorbau: Simplon Zero
Lenker: Simplon ERG Carbon
Sattel: Selle Italia SLR
Sattelstütze: Simplon Mono

* Gewicht Komplettrad ohne Pedale

Geometrie


Fazit:

Simplon verspielt durch kleine Patzer im Labor und bei der Ausstattung zwar seine Top-Platzierung in der ewigen Bestenliste, begeistert aber nach wie vor – vor allem Bergfahrer.

Simplon Pavo 3 Ultra (Modelljahr 2014) im Vergleichstest

Im RoadBIKE-Test: 6 High-End-Rennräder Foto: Daniel Geiger

Im RoadBIKE-Test: 6 High-End-Rennräder

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Simplon Pavo 3 Ultra (Modelljahr 2014) im Vergleich mit anderen Produkten

17.02.2014
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2014