Rennräder im Test

Testbericht: Scott Foil 15 Di2 (Modelljahr 2013)

RoadBIKE Scott Foil 15 Di2
Foto: Benjamin Hahn
Das Scott Foil 15 Di2 überzeugt als ausgewachsener Rennsportler auf ganzer Linie. Mit sportlicher Sitzposition und knackigem Vortrieb ist es ein echter Motivator, Ausstattung und Gewicht gehen in Ordnung.
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Testurteil sehr gut

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Mit dem Foil interpretierte Scott als erster Anbieter den Aero-Gedanken völlig neu: Dieses Rad soll klassischer Sportler genauso sein wie ein Aero-Renner. Der Clou: Der „Kammtail“-Rohrsatz ohne den üblichen tropfenförmigen Aero-Querschnitt. Stattdessen sollen definierte Abrisskanten am hinteren Ende der kantigen Rohre den Luftstrom so lenken, als ob er die übliche „Flosse“ umströmen würde. Die Idee erscheint schlüssig – Trek setzt beim neuen Madone auf ein ähnliches Konzept.

Technisch bringt der Kniff dem Rahmen-Set des Scott Foil 15 Di2 in diesem Vergleich klare Vorteile: Neben dem Storck Aernario bleibt der Rahmen des Scott Foil 15 Di2 als einziger unter einem Kilo, die Steifigkeiten sind für jedes Fahrergewicht mehr als ausreichend. Entsprechend fährt sich das Scott Foil 15 Di2: präzise, direkt – und schnell. Durch das kurze Steuerrohr gerät die Sitzposition sportlich-kompakt, dennoch bleibt genügend Restkomfort für lange Touren. Auch bei den Lenkeigenschaften gibt sich das Scott Foil 15 Di2 – wie fast alle Räder im Test – sehr ruhig und gelassen, folgt dabei aber präzise durch jeden Kurvenradius. Einen Schwachpunkt teilt es mit den meisten Konkurrenten: mangelnden Federungskomfort. Am Heck ist das Scott Foil 15 Di2 deutlich zu hart, an der Front liegt es knapp im grünen Bereich. Keine Blöße leisten sich die Schweizer bei der Ausstattung: Eine komplette Ultegra Di2 und sehr gut gemachte, steife Laufräder der Eigenmarke Syncros schmücken das günstigste Rad in unserem Rennrad-Test.

Technische Daten des Test: Scott Foil 15 Di2

Preis: 4599 Euro
Gewicht: 7370 g
Rahmengewicht: 981 g
Gabelgewicht: 399 g
Rahmenhöhen: 49/52/54/56/58/61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra Di2, 11–28
Kurbelsatz: Shimano Ultegra, 50/34
Bremse: Shimano Ultegra
Laufräder: Syncros RR2.0
Reifen: Continental Ultra Race, 23
Gabel: Scott Foil
Gabelmaterial: Carbon
Steuersatz: Ritchey
Vorbau: Syncros RR2.0
Lenker: Syncros RR2.0
Sattel: Syncros RR2.0
Sattelstütze: Ritchey Foil, Carbon

* Bewertung erfolgt jeweils innerhalb eines Testfeldes - Werte in der Mitte entsprechen dem Testdurchschnitt.


Fazit:

Das Scott Foil 15 Di2 überzeugt als ausgewachsener Rennsportler auf ganzer Linie. Mit sportlicher Sitzposition und knackigem Vortrieb ist es ein echter Motivator, Ausstattung und Gewicht gehen in Ordnung, so das Ergebnis in unserem Rennrad-Test.

Scott Foil 15 Di2 (Modelljahr 2013) im Vergleichstest

Sieben Aero-Rennräder im Test (Modelljahr 2013) Foto: Daniel Geiger

Sieben Aero-Rennräder im Test (Modelljahr 2013)

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Scott Foil 15 Di2 (Modelljahr 2013) im Vergleich mit anderen Produkten