Rennräder im Test

Testbericht: Punch Solon (Modelljahr 2014)


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Foto: Benjamin Hahn

 

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Crosser im Einzeltest
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Crosser im Einzeltest
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Crosser im Einzeltest
Foto: Christian Lampe
Edel und gut: Das Punch Solon gefällt – auch durch seinen gelassenen Charakter.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • schön gemachter, leichter und stabiler Titan-Rahmen
  • vielseitige Geometrie nah am Rennrad
  • sehr gute mechanisch-hydraulische Scheibenbremse

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Ein Crosser aus Titan – die Stuttgarter Marke Punch besetzt die Nische in der Nische. Wobei: Crosser sind Individualisten, und gerade in Nordamerika ist Titan im Querfeldein-Sport gar nicht mal so selten anzutreffen. Nach 10 Jahren Carbon hat sich
offenbar so mancher an der omnipräsenten Kohlefaser sattgesehen.

Dass technisch nichts gegen Titan spricht, beweist Punch in diesem Test einmal mehr: Der
Solon-Rahmen wiegt in Größe 58 rund 1.600 Gramm und ist dabei im Lenkkopf ausreichend steif für jedes Fahrergewicht, im Tretlager sowieso.
Doch wer sich von Titan begeistern lässt, den interessieren solche Zahlenspiele ohnehin meist wenig.

Braucht es auch nicht: Nachdem der schön gemachte Rahmen und der seidenmatt schimmernde, edle Werkstoff ihre Wirkung entfaltet haben, reißt der sportliche Charakter des Solon seinen Fahrer auf der Piste mit. Dank der ausgewogenen Geometrie fühlt sich auf dem Punch jeder Rennradfahrer sofort wohl.

Vittoria-Bereifung sorgt für Überraschung, TRP-Scheibenbremsen arbeiten ordentlich

Das Solon fährt und reagiert fast so, wie man das vom Rennrad gewohnt ist: Vortrieb und Laufruhe sind ausgeprägt und laden zu langen, schnellen Touren über Schotter und Asphalt oder auch durch den Wald ein.

Im Gelände überraschen zuerst die Reifen: Der Semi-Slick von Vittoria bietet viel mehr Halt, als man das erwarten würde – nur bei Nässe gerät er früh ins Rutschen. Durch den langen Radstand fährt sich das Solon gelassen und sicher – auch im rauen Terrain. In schnell gefahrenen, engen Kurven zieht das Vorderrad allerdings deutlich nach innen – eine Folge des recht langen Gabelnachlaufs, an den man sich aber schnell gewöhnt.

Überzeugend funktionieren die Scheibenbremsen vor TRP: Ein mechanischer Bremszug steuert einen Bremskörper mit geschlossenem hydraulischem System an. Eine sehr überzeugende Lösung! Passend zum übrigen Auftritt des Solon: Ein Traum in Titan eben.

Technische Daten des Test: Punch Solon

Preis: 5.500,00 Euro
Gewicht: * 8.300 g
Rahmengewicht: 1.629 g
Gabelgewicht: 554 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 52/54/56/58/60 cm
Getestete Rahmenhöhe: 58 cm
Rahmenmaterial: Titan
Schaltgruppe: Shimano Ultegra, 11–28
Kurbelsatz: Shimano Ultegra, 50/34
Bremse: TRP HY/RD
Laufräder: DT Swiss 240s/Mavic Tubular
Reifen: Vittoria Cross Evo XN, 32
Vorbau: Engage Steerer
Lenker: Engage Apsis Carbon
Sattel: Engage Fluke
Sattelstütze: Engage Revit Carbon

* Gewicht: Komplettrad ohne Pedale.

Geometrie


Punch Solon (Modelljahr 2014) im Vergleichstest

8 Cross-Rennräder im Einzeltest Foto: Christian Lampe

8 Cross-Rennräder im Einzeltest

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Crosser. Erfreulich: Die vielseitigen Rennräder im RoadBIKE-Test überzeugen nicht nur mit Querfeldein-Qualitäten.


Punch Solon (Modelljahr 2014) im Vergleich mit anderen Produkten

17.12.2013
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2013