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Rennräder im Test
Testbericht: Pinarello Dogma 65.1 Think 2 (Modelljahr 2013)
Pinarellos neues Top-Modell überzeugt auf der Straße als echter Rennsportler: Es bringt seinen Fahrer in eine renntaugliche Position, fordert maximales Tempo und folgt messerscharf. Bei Gewicht und Komfort sind andere besser.
- mitreißende, kompromisslos sportliche Fahrleistungen
- ausgeprägt renntaugliche Sitzposition
- messerscharfes Handling, trotzdem guter Geradeauslauf
- Rahmen-Set schwer und ohne jeden Dämpfungskomfort
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So sehen Sieger aus! Dieses Rad hat gerade die Tour de France gewonnen – zusammen mit Bradley Wiggins, der es erfolgreich auf Touren brachte.
Sein Arbeitsgerät: Das brandneue Dogma 65.1 Think 2. Äußerlich kaum vom Vorgänger zu unterscheiden, wird das neue Top-Modell aus einer exklusiven, sehr teuren Carbon-Faser gefertigt – der wesentliche Unterschied zum Vorjahr.
Die edle Faser vom japanischen Hersteller Toray mit einer Zugfestigkeit von 65 Tonnen pro Quadratmillimeter soll das Rahmen-Gabel-Set stabiler, reaktionsfreudiger und dabei resistenter gegen die Belastungen des Rennrad-Alltags machen – beste Voraussetzungen also für den Einsatz im Profi-Zirkus!
Auf der Straße zeigt der Tour-Sieger sofort und unmissverständlich seine Stärken: Vom Stand weg begeistert das Pinarello sportliche Fahrer mit seinem willigen, lebendigen Charakter. Durch den 75 Grad steilen Sitzwinkel und das nur knapp 15 Zentimeter lange Steuerrohr sitzt der Fahrer sportlich-kompakt und mit weit vorn liegendem Schwerpunkt – die optimale Position für Tempo-Orgien, Bergattacken oder das Sprint-finale.
Ausreichend Sitzkomfort aber kein Dämpfungskomfort
Allerdings gerät die Position noch nicht zu extrem, es bleibt genügend Sitzkomfort für lange Etappen. Dämpfungskomfort bietet das Dogma allerdings keinen – besonders am Heck gibt die Aero-Sattelstütze jede Unebenheit der Straße ungefiltert an den Fahrer weiter.
Deutlich angenehmer ist da die Laufruhe, was im Peloton so angenehm wie im Sprint hilfreich ist: Das Dogma läuft auch bei maximaler Beschleunigung nicht aus der Spur. Trotzdem spricht das Vorderrad sehr direkt auf Richtungswechsel an und folgt messerscharf durch enge Ortsdurchfahrten.
Mit diesem ausgeprägten Sportsgeist verwundert es kaum, dass Bradley Wiggins und seine Teamkollegen bei Sky bei der Tour so erfolgreich waren.
Beim Blick unter den Lack der gelben Tour-Edition, die RoadBIKE zum Test erhielt, fällt allerdings das hohe Gewicht auf: 1.660 Gramm für das Set aus Rahmen, Gabel und Steuersatz sind für einen modernen Carbon-Rahmen viel – das Testrad stammt allerdings aus einer sehr frühen Serie und könnte bei laufender Produktion noch abspecken. Das Zeug zum Sieger hat das neue Dogma dennoch – nachweislich!
Fazit: Pinarellos neues Top-Modell überzeugt auf der Straße als echter Rennsportler: Es bringt seinen Fahrer in eine renntaugliche Position, fordert maximales Tempo und folgt messerscharf. Bei Gewicht und Komfort sind andere besser.
Pinarello Dogma 65.1 Think 2 (Modelljahr 2013) im Vergleichstest Diese Produkte wurden im Vergleich zu Pinarello Dogma 65.1 Think 2 (Modelljahr 2013) getestet:








