Rennräder im Test

Testbericht: Olmo Trentanove (Modelljahr 2013)

Sechs Italo-Rennräder im RoadBIKE-Test
Foto: Benjamin Hahn
Olmos Trentanove spurtet mit viel Sportsgeist in die Führungsgruppe.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • sportlicher Alleskönner mit Langstrecken-Potenzial
  • stimmige, funktionale Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Lenkkopf dürfte gemessen am Rahmengewicht etwas steifer sein

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Trentanove – das Testrad trägt das Jahr von Olmos Firmengründung 1939 im Namen. Firmengründer Giuseppe "Gepin" Olmo hätte mit diesem Rad sicher noch ein paar mehr Siege eingefahren als ohnehin schon.

20-mal war er bei Giro-Etappen erfolgreich, 2-mal beim legendären Klassiker Mailand–San Remo. Dieser Sportgeist steckt in jeder Carbonfaser des Trentanove.

Sei es das direkte Handling, der ausgeprägte Vorwärtsdrang oder der stetige Wunsch nach hohem Tempo – das Olmo begeistert als überzeugender Alleskönner mit großem Sportlerherz!

Angenehmes Fahrgefühlt dank nicht zu extremer Streckung

Besonders Etappenrennfahrer dürften den farbenfrohen Italiener schnell ins Herz schließen: Denn das Trentanove bleibt bei allem Sportgeist immer sehr angenehm und berechenbar. Die sportliche Streckung des Fahrers fällt nicht zu extrem aus, zusammen mit dem ordentlichen Federungskomfort entpuppt es sich auch nach Stunden noch als angenehmer Begleiter. Der sichere Geradeauslauf auch bei hohem Tempo rundet die überzeugenden Dauerläufer-Qualitäten bestens ab.

Auf der Straße leistet sich das Olmo also keine Schwäche – im Prüflabor fällt nur der Lenkkopf auf, der ganz knapp den grünen Bereich verfehlt. In der Praxis ist diese konstruktive Schwäche – vermutlich eine Folge der recht schmalen Gabelscheiden – allerdings höchstens für Fahrer jenseits der 90 Kilogramm zu spüren. Zum echten Problem wird sie nie.

Ausschließlich mit italienischen Marken ausgestattet

Bei der Ausstattung zeigt sich Olmo traditionsbewusst – ausschließlich italienische Marken sind hier verbaut. Auch das Design ist italienisch-farbenfoh, wenn auch etwas untypisch. Doch Blau, Weiß und Rot sind nun mal die traditionellen Teamfarben der Marke im Familienbesitz, die seit 1939 in Celle Ligure beheimatet ist.

In Italien gehört Olmo heute zu den großen Namen – wie auch Firmengründer Gepin Olmo zu den großen italienischen Rennfahrern zählt. Nun wird Olmo endlich auch wieder in Deutschland vertrieben. Willkommen zurück!

 

Foto: RoadBIKE

Technische Daten des Test: Olmo Trentanove

Preis: 4.390 Euro
Gewicht: * 7.300 g
Rahmengewicht: 1.279 g
Gabelgewicht: 404 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL/XXL
Getestete Rahmenhöhe: XL
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Campagnolo Chorus, 11-25
Kurbelsatz: Campagnolo Chorus, 50/34
Bremse: Campagnolo Chorus
Laufräder: Campagnolo Eurus
Reifen: Vittoria Open Corsa Evo CX, 23 mm
Vorbau: FSA SL-K
Lenker: FSA Wing Compact
Sattel: Fizik Antares
Sattelstütze: FSA SL-K

* Gewicht: Komplettrad ohne Pedale.


Olmo Trentanove (Modelljahr 2013) im Vergleichstest


Olmo Trentanove (Modelljahr 2013) im Vergleich mit anderen Produkten

06.12.2013
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2013