Rennräder im Test

Testbericht: Merida Ride Disc 7000


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Merida Ride Disc 7000
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Christian Lampe
Das Ride gefällt mit seiner sehr entspannten Sitzposition vor allem auf der Langstrecke und bei Touren – die neue Disc-Version ist da nur folgerichtig.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • sehr hoher Sitz- und Federungskomfort
  • sehr fahrstabil, dadurch aber fast schon träge

Was uns nicht gefällt

  • gemessen am Preis recht schwer

Schließlich steht beim Ride maximale Fahrsicherheit ohnehin im Mittelpunkt. Schon durch seinen schier stoischen Geradeauslauf kommt der gelassene Roller ungeübten und unsicheren Fahrern entgegen, vermittelt diesen das Gefühl, ruhig auch mal hohes Tempo gehen zu können. Aus der Spur läuft das Merida selbst auf maximal schnellen Abfahrten garantiert nicht, was auch an den hohen Rahmensteifigkeiten liegt. Hier hat das Disc-Modell im Vergleich zum bisherigen Ride für Felgenbremsen deutlich nachgelegt – gut so. Dadurch bleibt das Ride Disc auch auf schlechtem Untergrund zuverlässig und folgsam, was es für den Einsatz bei Frühjahrs-Klassikern prädestiniert.

Auf schnelle Richtungswechsel reagiert es eher unwillig – das ist die Kehrseite dieser auf Fahrstabilität ausgelegten Lenkgeometrie. Doch daran stören sich allenfalls Racer – für die ein Rad mit derart entspannter Sitzposition ohnehin nicht das richtige wäre: Mit seinem rund 20 Zentimeter langen Steuerrohr (in Größe 56) bringt das Ride Disc seinen Fahrer in eine so aufrechte Haltung wie nur wenige Rennräder. Am Testrad war allerdings der Vorbau mit 115 mm zu lang, was zur aufrechten Fahrerhaltung eine unnötige Streckung brachte.

Das Thema Komfort und Laufruhe legen die deutschen Merida-Entwickler also recht extrem aus – die hydraulische Scheibenbremse von Shimano passt optimal zu einem so gelassenen Tourer und Dauerläufer. Integriert wurde die Bremsanlage vernünftig: An der Gabel bringt eine 15-mm-Steckachse torsionale Steifigkeit, am Heck hält eine herkömmliche Schnellspannachse die Nabe. Bei der Ausstattung des hochwertigsten von insgesamt 3 Ride-Disc-Modellen lässt sich Merida nicht lumpen – allerdings ist das Gesamtgewicht knapp unter 9 Kilo schon etwas happig

Technische Daten des Merida Ride Disc 7000: Gelassener Tourer

Preis: 2949,00 Euro
Gewicht: 8900 g
Rahmengewicht: 1195 g
Gabelgewicht: 504 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 47/50/52/54/56/59 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra, 11–32
Kurbelsatz: Shimano Ultegra, 50/34
Bremse: Shimano BR786
Laufräder: DT Swiss R24 C Spline
Reifen: Continental Grandsport Race, 25
Vorbau: FSA Team Issue
Lenker: Energy
Sattel: Prologo
Sattelstütze: Merida Carbon

Geometrie

Messwerte


Fazit:

Das Ride gefällt mit seiner sehr entspannten Sitzposition vor allem auf der Langstrecke und bei Touren – die neue Disc-Version ist da nur folgerichtig.

Merida Ride Disc 7000 im Vergleichstest

11 Rennräder für die Saison 2015 Foto: Christian Lampe

11 Rennräder für die Saison 2015

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Merida Ride Disc 7000 im Vergleich mit anderen Produkten

08.12.2014
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE