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Rennräder im Test
Testbericht: Lapierre X-lite II 300 FDJeux
Lapierres Team-Replika fühlt sich vom ersten Meter vertraut an, folgt schnell und intuitiv dem Willen sportlicher Fahrer – ein sehr angenehmer Allround-Sportler.
- sehr präzises Handling – renntauglich und angenehm
- trotz sportlichem Charakter sehr komfortables Rennrad
- Ausstattung funktional, etwas unter Klassendurchschnitt
- Lenkkopf dürfte für sehr schwere Fahrer etwas steifer sein
Bei der Entwicklung ihres aktuellen Top-Rahmens X-Lite II haben auch die Ingenieure von Lapierre die Dienste von Feel Test in Anspruch genommen. Der Ansatz des französischen Familienunternehmens: „Die reine Steifigkeit ist schon lange kein entscheidendes Kriterium für ein gutes oder schlechtes Rennrad.“
Ein zeitgemäßer Ansatz, den auch RoadBIKE mit der Messung des Komfortwerts bei jedem Rahmen-Gabel-Set verfolgt. Und auch wenn dieser Komfortmesswert beim Testrad eher durchschnittlich ausfällt und das Ergebnis der Lenkkopfsteifigkeit wenige Newtonmeter unter dem von RoadBIKE geforderten Mindestwert liegt: Das Lapierre fühlt sich auf der Straße tatsächlich sofort wohlvertraut an.
Die sportlich-gestreckte Sitzposition bringt den Fahrer in eine zentrale Positon, was den Vortrieb bedeutet, den Sportler wollen. Immerhin sind auf diesem Rahmen, mit anderer Ausstattung, die Profis des Teams FDJeux unterwegs – auch sie waren Probanden der Fahrversuche des Projekts Feel Test. Durch die zentrale Sitzposition lässt sich der Profi-Flitzer sportlich und direkt steuern, besonders in schnell gefahrenen Kurven legt sich das X-Lite II wie von selbst, das Vorderrad führt dabei stets ruhig und unaufgeregt. Nur schwere Fahrer spüren bei ruckartigen Richtungswechseln den für sie dann etwas zu weichen Lenkkopf.
Bei allem Vorwärtsdrang bleibt aber noch genug Sitz- und Dämpfungskomfort für richtig lange Etappen oder Alpen-Einsätze. Damit erfüllt die Team-Replika also alle Kriterien, die ein moderner sportlicher Allrounder erfüllen soll – das Projekt Feel Test scheint geglückt.
Überzeugend schlägt sich das Set aus Rahmen und Gabel übrigens auch auf der Waage, bleibt unter 1500 Gramm – Profi-Material eben. Die Ausstattung mit Shimanos Ultegra-SL-Schaltgruppe und Ksyrium-Elite-Laufrädern von Mavic funktioniert tadellos, gemessen am Listenpreis des Testrades bleibt sie aber doch unter Klassenniveau.
Fazit: Lapierres Team-Replika fühlt sich vom ersten Meter vertraut an, folgt schnell und intuitiv dem Willen sportlicher Fahrer – ein sehr angenehmer Allround-Sportler.
Lapierre X-lite II 300 FDJeux im Vergleichstest Diese Produkte wurden im Vergleich zu Lapierre X-lite II 300 FDJeux getestet:Storck
Storck Fenomalist
Look
Look 566 Origin
Kestrel
Kestrel Talon SL Road
Univega
Univega Via Mountain King
Schmolke
Schmolke Titan Namur
Müsing
Müsing Onroad Race
Progress
Progress Phase




