Rennräder im Test

Testbericht: GT Grade


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GT Grade
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Benjamin Hahn

 

Centurion Gigadrive Disc Team
Foto: Christian Lampe
Die Mountainbike-Kultmarke GT ist im Rennrad-Bereich kaum bekannt – das nutzen die US-Amerikaner, um etwas ganz Eigenes auf die Straße zu bringen: das Grade.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • hoher Federungs- und Sitzkomfort für die Langstrecke
  • extrem hohe Laufruhe

Was uns nicht gefällt

  • recht hohes Gesamtgewicht

Den Disc-Renner einfach als Tourer, oder englisch „Gravel-Racer“, zu bezeichnen, greift zu kurz. Vielleicht würde „Über-Crosser“ passen, denn das Grade zeigt so unverhohlen wie derzeit wohl kein anderes Rennrad seine Nähe zum Crosser. Der extrem lange Radstand, ein flacher Lenkwinkel und viel Gabelnachlauf entsprechen ziemlich genau dem, was auf nordamerikanischen Querfeldein-Rennstrecken angesagt ist. Diese Lenkgeometrie bedeutet in der Praxis Geradeauslauf satt und maximale Sicherheit selbst auf richtig holprigem Geläuf.

Im Umkehrschluss gehören zackige Lenkmanöver nicht zu den Stärken des Grade – hier verlangt es deutlichen Nachdruck vom Fahrer; hier unterscheidet es sich am deutlichsten von dem, was man als Rennradfahrer gewohnt ist. Bei der Sitzposition hingegen fühlen sich alle Rennradfahrer sofort heimisch, die schon bisher gern auf etwas komfortableren Dauerläufern saßen. Mit seinem 18 Zentimeter langen Steuerrohr (bei 56er-Rahmen) bringt das Grade seinen Fahrer in eine angenehme, leicht gestreckte Haltung. Dazu passt auch der hohe Federungskomfort, den Rahmen und Gabel bieten. In diesem Punkt hat GT vielen Mitbewerbern etwas voraus, denn Disc-Gabeln federn derzeit meist schlechter. Nicht so beim GT.

Auch in Sachen Disc-Integration machen die Amerikaner alles richtig, setzen vorn auf eine 15-mm-Steckachse, am Heck auf einen herkömmlichen Schnellspanner. Seinem Anspruch, Grenzen zu sprengen, wird das Grade also durchaus gerecht, was ihm Freunde, aber auch Ablehnung bescheren wird. Als sachlicher Kritikpunkt muss nur das Gesamtgewicht angeführt werden: Das mit 105-Gruppe bestückte Komplettrad drückt mit 9 Kilo etwas schwer auf die Waage – für 3299 Euro gibt es ein mit Ultegra bestücktes, etwas leichteres Modell.

Technische Daten des GT Grade: Der Übercrosser

Preis: 2199,00 Euro
Gewicht: 9000 g
Rahmengewicht: 1099 g
Gabelgewicht: 571 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: XS/S/M/L/XL/XXL cm
Getestete Rahmenhöhe: L cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano 105, 11–32
Kurbelsatz: Shimano 105, 50/34
Bremse: Shimano BR-R875
Laufräder: GT/Notubes XTR Grail
Reifen: Continental Grandsport Race, 25
Vorbau: GT
Lenker: GT Droptune RS
Sattel: Fizik Aliante
Sattelstütze: FSA SL-K Carbon

Geometrie

Messwerte


Fazit:

Die Mountainbike-Kultmarke GT ist im Rennrad-Bereich kaum bekannt – das nutzen die US-Amerikaner, um etwas ganz Eigenes auf die Straße zu bringen: das Grade.

GT Grade im Vergleichstest

11 Rennräder für die Saison 2015 Foto: Christian Lampe

11 Rennräder für die Saison 2015

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GT Grade im Vergleich mit anderen Produkten

08.12.2014
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE