Rennräder im Test

Testbericht: De Rosa Protos (Modelljahr 2014)

RoadBIKE Aktuelle Rennräder De Rosa Protos
Foto: Benjamin Hahn
Mattes UD-Carbon-Finish, wohin man schaut, Neon-Akzente am kantigen Design, überall De-Rosa-Herzchen, dazu ein Maximum an Campagnolo – wem bei diesem Rennrad nicht das Herz aufgeht, sollte unter Umständen einen Psychologen aufsuchen.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • extravagantes, aufreizendes Design
  • giftige Fahreigenschaften für kompromisslose Sportler
  • noble Traumausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Lenkkopf spürbar zu weich

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Sicher muss dieser letzte Schrei italien ischen Designs nicht jedem gefallen, doch kalt ließ das De Rosa auch in der RoadBIKE-Redaktion keinen. Und die Liste der potenziellen Testfahrer war in diesem Fall bedeutend länger als im Redaktionsalltag sonst üblich ...

Dabei ist das Protos kein Rad für jedermann – oder jeden Tag. So zukunftsweisend das Design sein mag, die Geometrie entspricht traditionellen italienischen Werten: Mit kurzem Steuerrohr und relativ kurzem Oberrohr nimmt der Fahrer eine gedrungene Position auf diesem Rennsportler ein. Leichtfüßig und quirlig beschleunigt das Protos, wieselt ungezügelt jeden Anstieg hoch. Durch den steilen Lenkwinkel und den geringen Gabelnachlauf reagiert das Vorderrad fast schon giftig auf jeden Impuls vom Lenker. Ganz klar, das Protos ist der Prototyp des klassischen, aggressiven Rennsportlers italienischer Prägung. Immerhin waren schon vor Jahren Größen wie Stefano Garzelli auf den gleichnamigen Rennmaschinen unterwegs.

Fotostrecke: Neue Rennräder für 2014 im Test: De Rosa Protos

4 Bilder
RoadBIKE Aktuelle Rennräder De Rosa Protos Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Aktuelle Rennräder De Rosa Protos Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Aktuelle Rennräder De Rosa Protos Foto: Benjamin Hahn

Die aggressive Lenkgeometrie verlangt entsprechend eine geübte, sicher führende Hand, um das Vorderrad im Zaum zu halten. Und gerade diese aggressive Lenkung entlarvt auch die große Schwäche des Protos: Der Lenkkopf ist unterdurchschnittlich steif: Schon bei Richtungswechseln in der Ebene bei mittleren Geschwindigkeiten spürbar, wird die Lenkkopfschwäche bei hohem Tempo und zackigen Lenkmanövern offensichtlich. Schade, denn Freunde klassischitalienischer Rennsportler betört das traumhaft bestückte, wenn auch sündteure De Rosa mit optischen und charakterlichen Reizen. Einer weiten Verbreitung dürfte aber nicht nur die Lenkkopfschwäche, sondern auch der stolze Preis und das im Vergleich zu anderen Top-Rahmen recht hohe Gewicht abträglich sein.

Technische Daten des Test: De Rosa Protos

Preis: 11.190 Euro
Gewicht: * 6,5 kg
Rahmengewicht: 1090 g
Gabelgewicht: 409 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 47/50/52/54/55/57/59/61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 59 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Campagnolo S. Record
Kurbelsatz: Campagnolo S. Record, 50/34
Bremse: Campagnolo S. Record
Laufräder: Campagnolo Bora Ultra
Reifen: Vittoria Corsa CX, 23
Vorbau: FSA K-Force
Lenker: FSA K-Force
Sattel: Selle Italia SLR
Sattelstütze: FSA K-Force

* Gewicht: Komplettrad ohne Pedale

Profil und Messwerte

Geometrie


De Rosa Protos (Modelljahr 2014) im Vergleichstest

Im RoadBIKE-Test: Neue 2014er Rennräder Foto: Christian Lampe

Im RoadBIKE-Test: Neue 2014er Rennräder

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De Rosa Protos (Modelljahr 2014) im Vergleich mit anderen Produkten