Rennräder im Test

Testbericht: Corratec CCT-Pro


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Corratec CCT-Pro

 

Corratec CCT-Pro

 

Corratec CCT-Pro
Foto: Daniel Geiger

 

Red Bull Pro SL-3000

 

Red Bull Pro SL-3000
Foto: Björn Hänssler
Corratecs überarbeitetes CCT-Pro ist eine spritzige Sportskanone und bringt seinen Reiter obendrein sehr komfortabel zum Schlusssprint.
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Es wiegt mit 1066 Gramm beim Rahmen in Größe M rund 200 Gramm weniger als der Vorgänger. Dass die Qualität bei der radikalen Schlankheitskur nicht gelitten hat, belegen die Messwerte aus dem RoadBIKE-Testlabor. Die Powerbox im Tretlager weist mit 102,6 N/mm einen Top-Wert auf, und die vertikale Nachgiebigkeit von 281,5 N/mm steht für einen spürbar guten Komfortwert. Für das überarbeitete CCT-Pro verspricht Corratec auch im Lenkkopf und Gabelschaft hervorragende Daten, die sich allerdings nicht ganz bestätigen lassen. So sinkt der Komfort-Steifigkeits-Gewichts-Index (KSG) auf 358, und die Oberbayern verschenken durch die nicht ganz so spurtreue Lenkung Potenzial. Das mindert das ansonsten direkte und unvermittelte Auftreten des Arbeitsgeräts vom Team Vorarlberg-Corratec etwas. Sein großes Plus: Das leichte Renngefährt entwickelt mächtig Vortrieb und bietet enorm hohen Komfort, um seinen Piloten kräfteschonend zum entscheidenden Schlusssprint zu tragen. Wenn es denn zur Sache geht, offenbart die Vorbau-Lenker-Kombi von der Hausmarke Zzyzx Vor- und Nachteile. Zum einen greift sie sich super und beweist, wie genial Züge verlegt werden können, zum anderen verträgt der Unterlenker – zumindest am Testrad – keine harten Zugriffe im Sprint und knarzt hörbar. Ansonsten verbaut Corratec nur feine Zutaten am CCT-Pro. Die mit einer 11–25er-Abstufung und 53er-Kurbel wettkampftaugliche Campagnolo-Gruppe Super Record schaltet nicht nur butterweich, bei Attacken gelingen schnelle Gangwechsel ebenso sicher, und die Skeleton-Stopper bremsen besonders fein. Die am Testrad montierten, mittelsteifen Mavic Ksyrium SL-Laufräder tragen Contis Force- und Attack-Reifen – auch sie passen zur Rennausrichtung des harmonisch aufgebauten CCT-Pro. Kein Wunder also, dass den schneeweißen Renner unter dem UCI-Regenbogen-Logo einige Palmarès der Marke Corratec zieren.

Technische Daten des Test: Corratec CCT-Pro

Preis: 6166 Euro
Gewicht: 6790 g
Rahmengewicht: 1066 g
Gabelgewicht: 401 g
Rahmenhöhen: 46/48/50 (M)/55/60 cm
Getestete Rahmenhöhe: 50 (M) cm
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 68 Nm/°
Tretlagersteifigkeit: 103 N/mm
Gabelsteifigkeit: 93 Nm/°
Komfort: 282 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 61 Nm/°
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 67 Nm/°
Schaltgruppe: Campa Super Record 11f
Kurbelsatz: C. Super Record 11f, 53/39
Bremse: Campa Super Record 11f
Laufräder: Mavic Ksyrium SL
Reifen: C. Force/Attack, 22/24 mm
Gabel: Corratec
Gabelmaterial: Vollcarbon
Steuersatz: Cane Creek, integriert
Vorbau: Zzyzx Supervisor R
Lenker: Zzyzx Supervisor R
Sattel: Selle Italia SLR
Sattelstütze: Zzyzx Carbon, 31,6 mm

* 0-20 schwach, 20-40 befriedigend, 40-60 gut, 60-80 sehr gut, 80-100 überragend


Fazit:

Corratecs überarbeitetes CCT-Pro ist eine spritzige Sportskanone und bringt seinen Reiter obendrein sehr komfortabel zum Schlusssprint.

Corratec CCT-Pro im Vergleichstest


Corratec CCT-Pro im Vergleich mit anderen Produkten

05.06.2009
© RoadBIKE
Ausgabe /2009