Rennräder im Test

Testbericht: Cervélo S5 (Modelljahr 2015)


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RoadBIKE Cervélo S5
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Silverback Concept R1.0
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Silverback Concept R1.0 Federung am Heck
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Silverback Concept R1.0 Front
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Liv Envie Advanced Pro und Silverback Concept R1.0 Fahrbild
Foto: Christian Lampe
Auf flachen Tempokursen ist das Cervélo S5 eine Waffe. Gewicht und Steifigkeiten gehen in Ordnung, lediglich die Federung dürfte besser sein.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • sehr gutes Fahrverhalten auf Roller- und Kletterpassagen
  • ordentliche Laborwerte in Sachen Gewicht und Steifigkeit

Was uns nicht gefällt

  • fehlender Federungskomfort
  • teuer

RoadBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Testurteil: Sehr gut (74 Punkte)
Rahmennote: Befriedigend

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Cervélo hat durch seine Wurzeln im Triathlon-Sport seit jeher ein Auge auf die Aerodynamik seiner Räder. Und so gehörte die Marke auch zu den ersten Firmen, die Aero-Renner für den Straßenradsport präsentierten.

Das Cervélo S5 gehörte vom Start weg zu den besten Rädern, wenn es darum ging, in der Ebene Tempo zu machen. Doch die kompromisslose Ausrichtung auf optimale Windschnittigkeit brachte auch Nachteile mit sich. Durch die geringe Stirnfläche mit schlankem Steuerrohr war das Cervélo S5, trotz hohem Rahmengewicht, zu weich im Lenkkopf und gleichzeitig unkomfortabel an Front und Heck.

Das sollte sich mit dem neuen Cervélo S5, das zu dieser Saison in die Läden kam, entscheidend verbessert haben. Der RoadBIKE-Test zeigt: Mission teilweise geglückt!

Aber der Reihe nach: Der Rahmen hat deutlich abgespeckt und kommt nun auf ordentliche 1003 Gramm. Damit ist er mehr als 200 Gramm leichter als der Vorgänger. Für sich genommen schon eine beeindruckende Entwicklungsleistung, aber umso bemerkenswerter, als fehlende Lenkkopfsteifigkeit endlich der Vergangenheit angehört. Das neue Cervélo S5 bietet diesbezüglich keinen Anlass zur Kritik, und das lässt sich auch in der Praxis erfahren.

Das voll auf Geradeauslauf getrimmte Cervélo S5 fährt wie auf Schienen, ist absolut berechenbar in der Lenkung und auch auf schnellen Abfahrten nicht aus der Ruhe zu bringen. Der extrem abgeflachte Aero-Lenker aus eigener Herstellung lässt sich, trotz der breiten Auflagefläche, dazu nutzen, um die Hände in Oberlenkerhaltung zu platzieren.

Dass sich an diesem Modell kein Aero-Aufsatz befestigen lässt, dürfte indes so mancher Kurzdistanz-Triathlet bedauern. Wäre das Cervélo S5 doch prädestiniert dazu, im Dreikampf aufzutrumpfen.

Was dem Cervélo S5 die Note für das Rahmen-Set verhagelt, ist der noch immer fehlende Federungskomfort. An der Front ist das Cervélo S5 noch unnachgiebiger als sein Vorgänger, am Heck etwas besser, aber immer noch zu hart. Das mag sich an einem Aero-Renner verschmerzen lassen, doch es gibt mittlerweile Hersteller, die diese Aufgabe deutlich besser lösen.

Technische Daten des Cervélo S5 (Modelljahr 2015)

Preis: 8800 Euro
Gewicht: 7,2 kg
Rahmengewicht: 1003 g
Gabelgewicht: 370 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 48/51/54/56/58/61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Dura-Ace Di2, 11–25
Kurbelsatz: Rotor 3D+ BBright 52/36
Bremse: Shimano Dura-Ace
Laufräder: HED Jet 6 Plus SCT
Reifen: Continental Grand Prix
Vorbau: FSA OS-99
Lenker: Cervélo Aero
Sattel: Fizik Antares
Sattelstütze: Cervélo Aero

* Gewicht Komplettrad ohne Pedale/Rahmen/Gabel.

Profil und Messwerte

Geometrie


Fazit:

Auf flachen Tempokursen ist das Cervélo S5 eine Waffe. Gewicht und Steifigkeiten gehen in Ordnung, lediglich die Federung dürfte besser sein.

Cervélo S5 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Highend-Rennräder im Test Foto: Christian Lampe

Highend-Rennräder im Test

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Cervélo S5 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

13.11.2015
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE