Rennräder im Test

Testbericht: Centurion Crossfire Carbon (Modelljahr 2016)

RoadBIKE Centurion Crossfire Carbon
Foto: Benjamin Hahn
Das neue Centurion Crossfire Carbon zeigt deutlich, dass es sich auf der Rennstrecke wohlfühlt: Direkte Lenkung, knackiger Vortrieb und die sportliche Fahrerhaltung sind profitauglich, Ausstattung und Gewicht für den Preis ordentlich. Kurz: voll wettkampftauglich.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • knackiger Sportler mit ordentlich Vorwärtsdrang
  • guter Rahmen und solide Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • etwas teurer als manche Mitbewerber

RoadBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Testurteil: Sehr gut (74 Punkte)
Rahmennote: Gut

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Als Wolfgang Renner 1976 Centurion gründete, war er erfolgreicher Querfeldein-Rennfahrer. Natürlich brauchen die Schwaben da zum 40. Firmengeburtstag einen wettbewerbsfähigen Crosser im Programm.

Der kommt in Gestalt des neuen Centurion Crossfire Carbon: Für die Entwicklung zeichnete Hannes Genze verantwortlich, der als Profi selber zahllose Cross-Rennen gefahren hat. Er weiß, was in diesem Sport zählt: ein kompromisslos schnelles, direktes Arbeitsgerät.

So fühlt sich das Centurion Crossfire Carbon deutlich lebendiger und direkter an, als man das von vielen anderen aktuellen Crossern kennt.

Zwar rollt das Centurion Crossfire Carbon gelassen und sicher geradeaus, Lenkmanöver führt es aber zackig aus – geübte Geländefahrer, die häufiger auf schmalen Reifen unterwegs sind, lieben diese Direktheit, Ungeübte und Cross-Einsteiger mögen’s etwas zurückhaltender.

Auch die leicht gestreckte Sitzposition mit sportlicher Sattelüberhöhung ist eindeutig für den Renneinsatz optimiert. Dazu passt die Ausstattung mit Shimanos haltbarer Ultegra-Gruppe, Scheibenbremsen und Kettenblättern mit 46/36 Zähnen. Und auch das Gewicht des Rades ist wettkampftauglich: 8,4 Kilo sind für die Preisklasse absolut okay.

Keine Schwäche zeigt auch der nur 1125 Gramm schwere Carbon-Rahmen – den zur Saison 2016 übrigens sogar die große Centurion-Schwester Merida von den Schwaben übernommen hat.

Einziges Manko: Mangels Carbon-Sattelstütze ist der Rahmen am Heck recht hart. Aber das Centurion Crossfire Carbon ist ja ohnehin für Rennfahrer gemacht ...

Technische Daten des Centurion Crossfire Carbon (Modelljahr 2016)

Preis: 3379 Euro
Gewicht: 8,4 kg
Rahmengewicht: 1125 g
Gabel (Gewicht): 482 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 50/53/56/59 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra, 11–32
Kurbelsatz: Shimano Ultegra, 46/36
Bremse: Shimano Ultegra Disc, 160 mm
Laufräder: DT Swiss R23 Spline db
Reifen: Schwalbe X-One, 33
Vorbau: Procraft AL
Lenker: Road Compact
Sattel: Procraft Race
Sattelstütze: AL Pro

* Gewicht Komplettrad ohne Pedale/Rahmen/Gabel.

Profil und Messwerte

Geometrie


Fazit:

Das neue Centurion Crossfire Carbon zeigt deutlich, dass es sich auf der Rennstrecke wohlfühlt: Direkte Lenkung, knackiger Vortrieb und die sportliche Fahrerhaltung sind profitauglich, Ausstattung und Gewicht für den Preis ordentlich. Kurz: voll wettkampftauglich.

Centurion Crossfire Carbon (Modelljahr 2016) im Vergleichstest


Centurion Crossfire Carbon (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

11.01.2016
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE