Rennräder im Test

Testbericht: Canyon Speedmax CF 9.0 SL (Modelljahr 2015)


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RoadBIKE Canyon Speedmax CF 9.0 SL
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Scott Plasma Team Issue
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Scott Plasma Team Issue Trinksystem
Foto: Benjamin Hahn

 

Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Scott Plasma Team Issue Fahrerbild
Foto: Christian Lampe
Canyon schickt mit dem Canyon Speedmax CF 9.0 SL ein durchdachtes Konzept ins Rennen, das, bis auf die schwierige Montage, praktisch keine Kritik zulässt. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis sucht ohnehin seinesgleichen.

Was uns gefällt

  • sehr gut anpassbares Cockpit
  • vorbildlicher Geradeauslauf
  • konsequente Integration aller Anbauteile ins Rahmen-Set
  • Top-Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt

  • fummelige Montage

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Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Menschen, die es immer gerne aufgeräumt haben, dürften im Canyon Speedmax CF 9.0 SL die Erfüllung finden. Doch auch jeder Triathlet, der eine mächtige Waffe für den Wettkampf sucht, ist mit diesem Rad bestens beraten.

Da wäre zunächst die Ausstattung: Geschaltet wird mit Shimanos elektronischer Top-Gruppe Dura-Ace Di2, gesteuert mit einem vielseitig einstellbaren Carbon-Cockpit aus eigener Entwicklung. Das Ganze steht auf Zipps Firecrest-Carbon-Clinchern (vorne 404, hinten 808), die mit den extrem schnellen und leichten Grand Prix TT von Continental bestückt sind.

 

RoadBIKE Canyon Speedmax CF 9.0 SL Cockpit
Foto: Benjamin Hahn Das Cockpit wurde eigens für das Canyon Speedmax CF 9.0 SL entwickelt und lässt sich vielfältig einstellen.

Mehr geht im Grunde nicht, und dass Canyon dieses Traumpaket für 6799 Euro anbietet, ist sogar für einen Versender ungewöhnlich. Allein die Schaltung schlägt laut Shimano-Liste mit über 3000 Euro zu Buche, knapp 2600 Euro verschlingen die Aero-Laufräder – ohne Reifen.

Hervorragende Zutaten also, die Canyon mit dem aufwendig gemachten Rahmen-Gabel-Set zu einem mehr als harmonischen Ganzen kombiniert.

Das sieht nicht nur gut aus, es funktioniert auch prächtig: So sind etwa die Bremsen aus aerodynamischen und optischen Gründen integriert, doch anders als bei vielen Mitbewerbern bedeutet diese Maßnahme keine Einbuße an Bremskraft – beruhigend zu wissen, wenn es darum geht, Tempo schnell abzubauen.

 

RoadBIKE Canyon Speedmax CF 9.0 SL Sattelstütze
Foto: Benjamin Hahn Der Klemmbereich der Sattelstütze ermöglicht Sitzwinkel zwischen 74 und 78 Grad.

Doch auch bei Highspeed gibt das Canyon Speedmax CF 9.0 SL eine exzellente Figur ab.

Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten von Stütze und Cockpit erlauben jede sinnvolle Sitzposition, hat man sein persönliches Optimum gefunden, kann man sich am vorbildlichen Geradeauslauf, dem erstklassigen Vortrieb und dem überzeugenden Kletterverhalten erfreuen.

Die Steifigkeiten des Sets genügen auch schwereren Fahrern – die Agilität der Lenkung lässt sich über einen Einsatz in den Gabelausfallenden einstellen.

Technische Daten des Canyon Speedmax CF 9.0 SL (Modelljahr 2015)

Preis: 6799 Euro
Gewicht: 8,2 kg
Rahmengewicht: 2710 g
Vertriebsweg: Versandhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S/M/L
Getestete Rahmenhöhe: M
Schaltgruppe: Shimano Dura-Ace Di2, 11–25
Kurbelsatz: Shimano Dura-Ace, 53/39
Bremse: Canyon Aero Brake
Laufräder: Zipp Firecrest 404/808
Reifen: Continental Grand Prix TT, 23
Vorbau: Canyon Aero Tri
Lenker: H10 Aero Flat
Sattel: Fizik Arione K3
Sattelstütze: Canyon

Profil und Messwerte

Geometrie

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Fazit:

Canyon schickt mit dem Canyon Speedmax CF 9.0 SL ein durchdachtes Konzept ins Rennen, das, bis auf die schwierige Montage, praktisch keine Kritik zulässt. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis sucht ohnehin seinesgleichen.

12.06.2015