Rennräder im Test

Testbericht: Cannondale Supersix Evo HM Disc (Modelljahr 2017)


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RoadBIKE Cannondale Supersix Evo HM Disc
Foto: Benjamin Hahn

 

RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias Fahrbild
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias Steuer- und Oberrohr
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RoadBIKE Specialized S-Works Venge Vias Aero-Sattelstütze
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Das Cannondale Supersix Evo HM Disc mit Scheibenbremse trumpft als überragender Alleskönner auf.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • überragender Alleskönner
  • sehr fahrstabil und für einen Disc-Rahmen leicht
  • Top-Ausstattung zum angemessenen Preis

Was uns nicht gefällt

  • am Heck nur Schnellspannachse und 140-mm-Disc

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Testurteil sehr gut

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Testurteil: Sehr gut (81 Punkte)

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Ein Disc-Rahmen mit elektronischer Ultegra und tubeless-tauglichen Carbon-Laufrädern für 5299 Euro? Das muss man derzeit fast schon als „fair kalkuliert“ einordnen – verlangen doch viele Mitbewerber für vergleichbare Räder mit mechanischer Ultegra mehr Geld!

Um so erstaunlicher, dass hier der Name Cannondale auf dem Unterrohr steht – die kultige US-Marke steht eher für Innovationen als für Kampfpreise. Doch das Cannondale Supersix Evo HM Disc bietet beides.

Das Rahmen-Set greift auch technisch an: Die Steifigkeiten und ein Set-Gewicht um 1300 Gramm sind im Disc-Segment top. Allerdings verwendet Cannondale am Hinterrad noch eine herkömmliche Schnellspannachse – technisch kein Problem, doch die Zukunft gehört der Steckachse. Zudem montiert Cannondale am Heck nur eine kleine 140-mm-Disc.

Und bei den Messwerten für die Federung am Heck überrascht das Cannondale Supersix Evo HM Disc mit einem schlechten Wert. Eine besser federnde Stütze und eine größere Scheibe lassen sich aber mit überschaubarem Aufwand nachrüsten.

Auf der Straße verwöhnt das Cannondale Supersix Evo HM Disc – wie gewohnt – auf ganzer Linie. Man sitzt genauso, wie Etappen-Sportler es wünschen: Streckung und Sattelüberhöhung sind sportlich, aber es bleibt Restkomfort – auch für lange Einsätze. Bei den Fahreigenschaften beschreibt Cannondale die goldene Mitte aus reaktivem Handling und sicherer Laufruhe. Mit diesem ausgeglichenen Charakter besticht das Cannondale Supersix Evo HM Disc in den Alpen wie im Sprint, es kann vom Marathon bis zur lockeren Tour wirklich alles, und alles wirklich beeindruckend gut.

So sieht der perfekte Sport-Allrounder aus: Egal was ansteht, das Cannondale Supersix Evo HM Disc erledigt den Job. Dazu packen die Amerikaner, wie oben erwähnt, eine noble Ausstattung, die auch hohen Ansprüchen mehr als genügt.

Unterm Strich also ist das Cannondale Supersix Evo HM Disc ein Traum-Renner für das Gros der Rennradgemeinde.

Technische Daten des Test: Cannondale Supersix Evo HM Disc

Preis: 5299 Euro
Gewicht: 7,5 kg
Rahmengewicht: 847 g
Gabelgewicht: 380 g
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: (ohne Schnellspanner /Steckachse) 2603 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 44/48/50/52/54/56/58/60/63
Getestete Rahmenhöhe: 56
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 82 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 102 N/mm
Komfort vorne: 273 N/mm
Komfort hinten: 407 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 71 Nm/°
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 85 Nm/°
Schaltgruppe: Shimano Ultegra Di2, 11–28
Kurbelsatz: Cann. Hollowgram Si, 50/34
Bremse: Shimano BR-RS785
Laufräder: Cannondale Hollowgram Si
Reifen: Schwalbe One, 25
Vorbau: Cannondale C2
Lenker: Cannondale C1
Sattel: Fizik Arione
Sattelstütze: Cannond. C2

Profil:

Geometrie:


Fazit:

Das Cannondale Supersix Evo HM Disc mit Scheibenbremse trumpft als überragender Alleskönner auf. Abgesehen vom harten Heck ist das bestens bestückte Cannondale Supersix Evo HM Disc top!

Cannondale Supersix Evo HM Disc (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Cannondale Supersix Evo HM Disc (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

16.08.2017
© RoadBIKE
Ausgabe /2017