Rennräder im Test

Testbericht: Bianchi Sempre

Foto: Benjamin Hahn Bianchi Sempre
Das neue Sempre überzeugt auf der Straße als gemäßigter Sportler. Durch sein Gewicht und die teils schwache Ausstattung verliert es Punkte.
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Bewertung


Testurteil

Testurteil gut
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Bianchis neues Sempre ist eine Augenweide: Der Rahmen im klassischen Celeste-Grün und die sorgfältig abgestimmte Ausstattung fallen auf. Punkte gibt es aber nicht fürs Aussehen: Auf der Straße überrascht das neue Sempre als „gezähmter“ Italiener.

Zwar zeigt es mit seiner direkten Lenkung und der leicht gedrungenen Sitzposition, die der Fahrer einnimmt, seinen sportlichen Charakter, wird dabei aber nie nervös. Federn lässt der gemäßigte Italo-Sportler bei den Labormessungen: Die günstigen und schweren Racing-7-Laufräder von Fulcrum zügeln das Temperament spürbar, die FSA-Bremsen sind ein nur schlecht dosierbarer Ultegra-Ersatz. Das Rahmen-Set ist mit fast 1800 Gramm zu schwer für die Preisklasse.

Technische Daten des Test: Bianchi Sempre

Preis: 2399 Euro
Gewicht: 8230 g
Rahmengewicht: 1107 g
Gabelgewicht: 595 g
Rahmenhöhen: 50/53/55/57/59/61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 57 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra, 12-25
Kurbelsatz: FSA Gossamer BB30, 50/34
Bremse: FSA Gossamer
Laufräder: Fulcrum Racing 7
Reifen: Vittoria Zaffira Pro Slick, 23
Gabel: Bianchi FN11
Gabelmaterial: Carbon/Alu
Steuersatz: FSA Orbit, integriert
Vorbau: Reparto Corse
Lenker: Reparto Corse
Sattel: Selle San Marco Ponza
Sattelstütze: Reparto Corse, 31,6

* Bewertung erfolgt jeweils innerhalb eines Testfeldes - Werte in der Mitte entsprechen dem Testdurchschnitt.

Fazit

Das neue Sempre überzeugt auf der Straße als gemäßigter Sportler. Durch sein Gewicht und die teils schwache Ausstattung verliert es Punkte.

29.07.2011
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2011