Rennräder im Test

Testbericht: Bergamont Dolce 10.3 (Modelljahr 2014)

RoadBIKE Aktuelle Rennräder Bergamont Dolce 10.3
Foto: Benjamin Hahn
2013 wird sicher nicht als das beste Rennrad-Jahr in Erinnerung bleiben – das schlechte Wetter verregnete vielen die Laune, wo doch ohnehin höhere Preise für neue Räder die Kauflust teils deutlich zügelten.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • sehr vielseitiger, zuverlässiger Sportler und Alleskönner
  • Di2-Schaltung und funktionale Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • FSA-Kurbel und Di2-Umwerfer harmonieren nicht perfekt

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Dabei steht auch derzeit so manches Schnäppchen in den Läden – zum Beispiel das Dolce 10.3 von Bergamont. Für knapp 3000 Euro gibt es bei der Hamburger Marke einen Carbon-Renner mit Shimanos elektronischer Di2-Schaltung.

Das Carbon-Dolce ist ein alter Bekannter – und eine bewährt gute Plattform: Mit rund 1600 Gramm erreicht das steife Rahmen-Gabel-Set ein für die Preisklasse standesgemäßes Gewicht. Viel wichtiger: Vielfahrern und sportlichen Tourern wächst das zuverlässige und willige Bergamont ganz schnell ans Herz. Das liegt an der ausgewogenen Geometrie, die den Mittelweg zwischen direktem Handling und sicherer Laufruhe, zwischen sportlicher Streckung und genügend Sitzkomfort auch für lange Etappen beschreibt. Damit empfiehlt sich das Dolce 10.3 wärmstens allen anspruchsvollen Sportlern.

Obendrein lockt die elektronische Ultegra-Schaltung: Zwar wurde inzwischen der Nachfolger mit 11 Ritzeln präsentiert, doch vom zusätzlichen Ritzel abgesehen sind die funktionalen Unterschiede der alten und neuen Di2-Ultegra gering – schon die erste Generation schaltet überragend schnell und präzise. Allerdings: In Kombination mit der günstigen Gossamer-Kurbel von FSA – die schmerzlichste Sparmaßnahme am Testrad – bewegt der Umwerfer die Kette leider nicht ganz so zackig wie im Zusammenspiel mit der originalen Ultegra-Kurbel.

Fotostrecke: Neue Rennräder für 2014 im Test: Bergamont Dolce 10.3

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RoadBIKE Aktuelle Rennräder Bergamont Dolce 10.3 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Aktuelle Rennräder Bergamont Dolce 10.3 Foto: Benjamin Hahn
RoadBIKE Aktuelle Rennräder Bergamont Dolce 10.3 Foto: Benjamin Hahn

Auch sonst mussten die Produktmanager den Rotstift ansetzen, um den fairen Preis erreichen zu können: Kette, Kassette und Bremsen stammen von günstigeren Shimano-Gruppen, Lenker, Vorbau und Sattelstütze von Bermanonts Eigenmarke. Sie funktionieren aber allesamt so gut wie die leichten und dabei sehr steifen Laufräder von Citec. Damit ist das Dolce 10.3 ein echter Lichtblick im verregneten Rennrad-Jahr 2013.

Technische Daten des Test: Bergamont Dolce 10.3

Preis: 2999 Euro
Gewicht: * 7,7 kg
Rahmengewicht: 1129 g
Gabelgewicht: 388 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 50/53/56/59/62 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra Di2
Kurbelsatz: FSA Gossamer, 50/34
Bremse: Shimano BR-R 561
Laufräder: Citec Accelerator
Reifen: Schwalbe Ultremo ZX, 23
Vorbau: BGM Pro Road
Lenker: BGM Pro Road
Sattel: BGM Pro Road
Sattelstütze: BGM Pro Road

* Gewicht: Komplettrad ohne Pedale

Profil und Messwerte

Geometrie


Bergamont Dolce 10.3 (Modelljahr 2014) im Vergleichstest

Im RoadBIKE-Test: Neue 2014er Rennräder Foto: Christian Lampe

Im RoadBIKE-Test: Neue 2014er Rennräder

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Bergamont Dolce 10.3 (Modelljahr 2014) im Vergleich mit anderen Produkten