Rennräder im Test

Testbericht: Argon 18 Gallium (Modelljahr 2016)

RoadBIKE Argon 18 Gallium
Foto: Benjamin Hahn
Das in der Höhe anpassbare Steuerrohr ist pfiffig, der hohe Komfort und die Laufruhe empfehlen das Argon 18 Gallium für lange, sportliche Einsätze. Nur der Lenkkopf dürfte steifer sein.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • angenehmer Tourensportler
  • pfiffiges System zur Anpassung der Steuerrohrlänge

Was uns nicht gefällt

  • sollte im Lenkkopf steifer sein

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Testurteil sehr gut

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Testurteil: Sehr gut (74 Punkte)
Rahmennote: Befriedigend

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Über die richtige Steuerrohrlänge lässt sich trefflich philosophieren – Argon 18 hat da eine schlaue Lösung parat: Durch einen Adapter wächst das Steuerrohr nach Bedarf um rund 2 Zentimeter.

Der Clou an dem System der kanadischen Marke: Das Lager wandert mit nach oben, der Adapter sitzt darunter, so ist der Gabelschaft immer optimal abgestützt – anders als bei den sonst üblichen Spacer-Lösungen unter dem Vorbau. Das freut jeden Techniker und bringt mehr Sicherheit, denn der Gabelschaft wird nicht unnötig belastet.

Zum Argon 18 Gallium passt dieses „3-DHeadtube“ besonders gut, denn der kanadische Renner ist für Tour und Langstrecke wie geschaffen – und gerade da sitzt man gerne mal etwas aufrechter. Die Sitzposition variiert auf dem Argon 18 Gallium also je nach Einstellung, ist grundsätzlich aber leicht gestreckt.

Weiteres Plus für Vielfahrer: Das Argon 18 Gallium bietet spürbaren, ausgeglichenen Federungskomfort. Dazu kommt bester Geradeauslauf. Alles klar also für den nächsten harten Alpen-Marathon?

Leider nicht ganz, denn bei schnellen Abfahrten zeigt das Argon 18 Gallium seine Schwäche: Der Lenkkopf dürfte steifer sein. Das wird nie riskant oder kritisch, aber schon ein 75-Kilo-Fahrer spürt im Vergleich zu einem steiferen Rahmen-Set, dass das Argon 18 Gallium etwas unpräzise folgt und man beim Einlenken immer mal wieder nachkorrigieren muss.

Wer damit klarkommt, freut sich an diesem edel bestückten Individualisten: Das Testrad ließ mit Shimanos Dura-Ace und den leichten, stabilen Fulcrum-Laufrädern keine Wünsche offen. Das Komplettgewicht des Testrades beträgt profitaugliche 6,8 Kilo.

Technische Daten des Argon 18 Gallium (Modelljahr 2015)

Preis: 5499 Euro
Gewicht: 6,8 kg
Rahmengewicht: 1087 g
Gabelgewicht: 406 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: XXS/XS/S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Dura-Ace, 11–28
Kurbelsatz: Shimano Dura-Ace, 50/34
Bremse: Shimano Dura-Ace
Laufräder: Fulcrum Racing Zero
Reifen: Tufo Calibra Plus, 23
Vorbau: Deda Zero 100
Sattel: Selle Italia SLR
Sattelstütze: Argon ASP

* Gewicht Komplettrad ohne Pedale/Rahmen/Gabel.

Profil und Messwerte

Geometrie


Fazit:

Das in der Höhe anpassbare Steuerrohr ist pfiffig, der hohe Komfort und die Laufruhe empfehlen das Argon 18 Gallium für lange, sportliche Einsätze. Nur der Lenkkopf dürfte steifer sein.

Argon 18 Gallium (Modelljahr 2016) im Vergleichstest


Argon 18 Gallium (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

05.10.2015
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2015