Steilvorlage

Wer es wagt, diesen Pass herauszufordern, meint es mit dem Rennradfahren in alpinem Gebiet ohne Zweifel sehr ernst. Zumindest sollte er das ...

Tirol, Österreich Österreich

Passhöhe 1.894 m
Länge 23 km
Höhenmeter 1.045 Hm
Steigung Ø 8 %
Steigung max. 18 %
Karte & Höhenprofil

 

Hahntennjoch

Karte

 

Hahntennjoch

 

Hahntennjoch

Sie suchen eine sportliche Herausforderung der besonderen Art, und einstellige Steigungszahlen ringen Ihnen nur ein müdes Lächeln ab? Dann hätten wir da etwas für Sie.

Wir präsentieren: das Hahntennjoch. Ein Pass für Rennradfahrer, denen erst ab 8 Prozent Steigung warm wird. Wer von Westen kommend der 23 Kilometer langen Passstraße bis ganz nach oben folgen will, braucht mehr als nur eine solide Grundlagenausdauer.

Bis zu 18 Prozent Steigung und satte 1045 Höhenmeter lassen auch trainierte Rennradfahrer an ihre Grenzen stoßen. Kein Wunder, wäre der Anstieg bei der Tour de France als echter "hors catégorie"-Berg eingestuft. Für die Strapazen auf dem Weg nach oben entschädigt der reizvolle Kontrast zwischen grauer, zerklüfteter Steinlandschaft und grüner Almwiese. Schade nur, dass auch die Motorradfahrer die Schönheit des Hahntennjochs erkannt haben.

Wer kann, sollte den Pass deshalb lieber unter der Woche oder an einem milden Herbsttag in Angriff nehmen. Während sich die Passhöhe auf dem Weg über die West-Rampe durch das satt-grün blühende Bschlaber Tal beständig den Blicken entzieht, sieht man beim etwas kürzeren Anstieg über die karge Imster Ost-Rampe unentwegt den Gipfel und weiß immer, wie weit das Ziel noch entfernt ist.

Klettern mit Ansage – nur etwas für Bergziegen. Die genießen dann allerdings beim Erreichen der Passhöhe einen fantastischen Panoramablick auf die Lechtaler Alpen. Obligatorisch bei solch einem Anstieg sollte auch ein "Passfoto" sein. Das ist hier übrigens erst seit einigen Jahren möglich, denn davor fehlte das Passschild.

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27.01.2010
© RoadBIKE
Ausgabe 10/2008