Massiv Attacke

Auf den 2121 Meter hohen Dolomitenpass führt die schönste und steilste Straße des gewaltigen Sella-Bergmassivs.

Dolomiten, Italien Italien

Passhöhe 2.121 m
Länge 13 km
Höhenmeter 701 Hm
Steigung Ø 4,3 %
Steigung max. 12 %
Karte & Höhenprofil

 

Grödner Joch

Karte

 

Grödner Joch

 

Grödner Joch

"Alea iacta est – die Würfel sind gefallen." So lautet die Botschaft auf der Homepage des Maratona dles Dolomites.

Die Vergabe der begehrten Startplätze beim Radmarathon durch die Dolomiten am 5. Juli 2009 ist per Losentscheid entschieden worden. Wer nicht zu den stolzen 8500 Teilnehmern gehört, sollte diesem Gebirgsmassiv trotzdem einen Besuch abstatten – mit dem Rennrad versteht sich. Es muss ja nicht gleich über die volle Renndistanz von 138 Kilometer sein.

Zum Rantasten und Genießen empfiehlt sich die legendäre Sella-Runde, die ebenfalls Teil des Marathons ist, mit den Pässen Sella-Joch, Pordoi-Joch, Grödner Joch und Campolongo. Diese Runde zählt zu den schönsten Dolomiten-Touren mit dem Highlight Grödner Joch – die Straße ist die steilste der vier Panoramapässe.

Täuschen lassen sollten sich Rennradfahrer jedoch nicht von den durchschnittlichen Steigungsprozenten der Westseite, denn der Aufstieg führt auf 2000 Meter Höhe entlang des Sella-Stocks über eine Flachpassage, ehe es die letzten Serpentinen hinauf zum Passo di Gardena – wie das Grödner Joch auch bezeichnet wird – ziehen.

Dem Rennradfahrer eröffnet sich nach dem Start in St. Christina eine weitläufige Sicht auf die hochalpine Berglandschaft mit der lang gestreckte Südwand der Langkofel-Gruppe und der vergletscherten Marmolada (3342 Meter). Zu Beginn verleitet die verhältnismäßig niedrigen Steigungsprozente zu schnellerem Tempo. Trotzdem sollten Rennradfahrer den Dolomiten-Pass nicht unterschätzen, da ein paar kurze, harte Rampen sowie lang gezogene Serpentinen den Rhythmus brechen.

Die sieben Kilometer lange Abfahrt hinunter in den Skiort Corvara belohnt für die Mühen mit sehr gutem Straßenbelag und optimal anzusteuernden Kurven sowie Kehren und natürlich einer herrlichen Aussicht auf die Region Alta Badia. Spätestens bei diesem Temporausch wird es zur Gewissheit: Manchmal sollte man sein Glück nicht dem Zufall überlassen, sondern es einfach selbst in die Hand nehmen!

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Inhaltsverzeichnis

27.01.2010
© RoadBIKE
Ausgabe 03/2009