Eiserner Wille

Westlich des legendären Galibier liegt einer der herausforderndsten Pässe der Französischen Alpen.

Savoyen, Frankreich Frankreich

Passhöhe 2.067 m
Länge 31,6 km
Höhenmeter 1.567 Hm
Steigung Ø 6 %
Steigung max. 12 %
Karte & Höhenprofil

 

Col de la Croix de Fer

Karte

 

Col de la Croix de Fer

 

Col de la Croix de Fer

Fragt man gestandene Tour-Profis nach dem Col de la Croix de Fer, schwingt in ihren Antworten immer eine gehörige Portion Respekt mit. Warum ist das so? Sich ständig und vor allem schnell ändernde Steigungsgrade, unterbrochen von kurzen Abfahrten, ein Rhythmus ist nur schwer zu finden. Kurzum: anspruchsvoll und herausfordernd zugleich. Bei der Tour de France wurden auf diesem Asphaltband schon legendäre Attacken gefahren.

Die Passstraße ist meist die letzte Hürde, bevor es auf den Schlussanstieg hinauf nach Alpe d‘Huez geht. Die Auffahrt zum eisernen Kreuz am Gipfel ist wegen des unregelmäßigen Anstiegs enorm anstrengend und kraftraubend.
Wer sich aus südwestlicher Richtung den Weg zur Passhöhe erarbeitet, dem bieten die ersten 3,5 Kilometer Zeit zum Einrollen und Aufwärmen. Die Steigung ist mit maximal 6 Prozent zunächst eher mäßig.

Zum Abschluss der Aufwärmphase liegt auf 780 Metern der Stausee von Verney, nahe des Städtchens Allemond, bevor sich ein Flachstück anschließt. Aber dann: Die Straße steigt plötzlich steil an. Es wartet eine enge und von Meter zu Meter steiler werdende Straße. Bis zum nächsten Ort, dem auf 1254 Metern gelegenen Rivier-d’Allemond ist die 10-Prozent-Marke geknackt, bevor die Straße wieder abflacht.

Und prompt die nächste Überraschung: In vier Kurven geht es bei 7 Prozent Gefälle rasend hinunter zum Wasserfall Sept-Laux, der das Wasser aus mehreren Bergseen in sich vereint. Nach der Kaskade warten wieder 12 Prozent Steigung, bevor es wieder etwas flacher wird. Vorbei führt der Weg an einem Stausee, dem ein Gefälle folgt, bevor es erneut mit einer Steigung von 6 bis 8 Prozent nach oben geht.

Aber das ist kein Vergleich zu dem Glücksgefühl, wenn das eiserne Gipfelkreuz ins Blickfeld rückt. Das stellt sich übrigens auch nach dem Anstieg über die Ostrampe ein, die mit 1656 Höhenmetern sogar noch etwas härter und unbarmherziger ist.

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© RoadBIKE
Ausgabe 01/2010