Rennrad fahren im Süden der Toskana

Duecento - 200

Es gibt viele gute Gründe, die Toskana mit dem Rennrad zu erobern. 200 davon liefert das Klassiker-Event L’Eroica – mit jedem einzelnen Kilometer. Doch auch darüber hinaus lässt sich dort unendlich viel erleben.

Es gibt Gerüchte, die halten sich hartnäckig, selbst wenn ihr Wahrheitsgehalt gegen null geht. Wie die ewige Mär von den „sanften Hügeln“ der Toskana. Wer immer diese Falschmeldung in Umlauf gebracht hat, war hier nicht aus eigenem Antrieb und auf zwei Rädern unterwegs.

So wie Felix und ich, die wir uns nun schon zum zweiten Mal beim Klassiker-Event L’Eroica diesen „sanften“ Hügeln entgegenstemmen. Auf alten Stahl-Rennrädern. Weite Teile der Strecke führen über weiße Schotterpisten, die berühmten „Strade bianche“. Sanft? Alles andere! Aber ein Erlebnis, das garantiert keiner vergisst, der hier, in Gaiole in Chianti, schon mal am Start gestanden hat.

Vielleicht kommen deshalb so viele wieder. Vielleicht aber auch, um sich, wie wir, endlich über die Frage klar zu werden: Sollte man eine der kürzeren „Genussrunden“ wählen – und sich die Zeit nehmen, Landschaft, Publikum und die sagenhaften Verpflegungsstationen zu genießen? Oder die große, mehr als 200 Kilometer lange Runde, auf der die „echten“ Helden geboren werden?

Dass einen die erfolg­reiche Teilnahme dazu adelt, wird in den folgenden Tagen immer wieder deutlich: Kommt die Sprache mit einheimischen Radsportlern auf L’Eroica, folgt schnell die unvermeidliche Frage: „Duecento – zweihundert?“ Gefolgt von ehrfürchtigem Kopfnicken, wenn die Antwort ja lautet. Damit steht fest: „Lang“ war die richtige Entscheidung. Zumindest einmal im Leben!

Weiter unten finden Sie vier Touren als GPS-Datei zum downloaden.
Die komplette Toskana-Story lesen Sie in RoadBIKE Ausgabe 10/2015. Ab 16.09.2015 am Kiosk oder im Internet als Heft oder ePaper direkt bestellen

10.09.2015
Autor: Felix Krakow
© RoadBIKE