Via de la Plata - Spanien

Mit dem Rennrad auf Spaniens Silberstraße

Von Nord nach Süd: Die Silberstraße führt über 1000 Kilometer durch die vielseitige Landschaft Spaniens. RoadBIKE folgt den Spuren der alten Handelsstraße.

"Ein Königreich für eine Kurve! Eine klitzekleine Kurve nur." Seit einer gefühlten Ewigkeit fährt Lisa geradeaus. Stur weist das Asphaltband ohne Umwege zum Horizont. Links und rechts karge Weideflächen, ein paar einsame Höfe, hin und wieder ein ausgestorbenes Dorf mit Kirchturm und Kneipe.

Was wie die endlose Weite der amerikanischen Prärie anmutet, ist in Wirklichkeit der mittlere Westen Spaniens. Die Silberstraße. Die "Via de la Plata". Klingt wie aus einem Western, ist aber europäische Kultur in Reinform. Schon die Römer nutzten diesen Handelsweg. Rund 1000 Kilometer Geschichte, die durch faszinierende Landschaften führen, durch alte Städte mit Kathedralen und verwinkelten Altstadtgassen.

Die Via de la Plata startet im grünen Norden Spaniens, überquert zwischen Galizien und Kastilien ein kleines Gebirge, durchquert die nordkastilische Hochebene und führt in die trockenen Regionen der Extremadura in den Süden. Ein Naturspektakel mit Stieren, Wölfen, Geiern, Adlern. Mit Kirchtürmen, auf denen Storchennester thronen. Und mit schwarzen iberischen Schweinen am Wegesrand.

Heute wird die Via de La Plata auch als Pilgerweg genutzt. Die Schilder mit der Jakobsmuschel kreuzen immer wieder den Weg. Und mit ihnen einsame Wanderer mit schweren Rucksäcken, sonnengegerbten Gesichtern und langen Wanderstöcken. Pilger auf der Suche nach sich selbst. Lisa und Jorge indes sind nach wie vor auf der Suche nach einer Kurve ...

Die komplette Geschichte lesen Sie in RoadBIKE Ausgabe 11/2016. Ab 12.10.2016 am Kiosk oder direkt bestellen: als Heft oder ePaper.

08.10.2016
Autor: Ralf Schanze
© RoadBIKE