Rennrad-Touren in Österreichs Nockbergen

Kärntner Kehren

Sonne, Seen, sanft gerundete Gipfel – all das finden Radsportler im Süden Österreichs. RoadBIKE hat die mediterran angehauchte Seite der Alpenrepublik unter die Räder und dabei so manche Kurve genommen.

Diese Zahl geht mir nicht aus dem Kopf: 52! Immer wieder schwebt sie vor meinen Augen, während ich mein Carbon-Ross Tritt für Tritt gen Himmel bewege. 52 Kehren sind es insgesamt, in denen sich die Nockalmstraße erst in die Höhe Kärntens und dann wieder zurück ins Tal windet. 52 „Reidn“, wie die Einheimischen die engen Kurven nennen, begleiten uns auf unserer Königsetappe.

Nach fast 1000 Höhenmetern sind wir am höchsten Punkt der Nockalmstraße angelangt. Die Eisentalhöhe liegt auf 2042 Meter. Hier erwartet uns ein uriges Gasthaus, daneben wird den Touristen am Straßenrand allerlei Souvenir-Trödel feilgeboten. Laura und ich aber lassen den Touri-Kitsch links liegen und widmen uns der Alpenlandschaft, die sich nach Norden hin öffnet.

Die Nockalmstraße führt mitten durch die Nockberge, einer Gebirgsgruppe im Norden von Kärnten, die über die Landesgrenzen bis nach Salzburg und in die Steiermark reicht. Nock, das steht in Kärnten für die Kuppe. Entsprechend finden wir hier keine felsbesetzten Gipfel. Stattdessen verlaufen die Berge mit ihren sanften Rundungen über tiefen Tallandschaften. Wie mit dem Pinsel gemalt. Die grünen Kappen erinnern mich eher an die leckeren Kärntner Nockerln als an die gängigen Bilder der Österreichischen Alpen, mit ihren steilen Gipfeln und schroffen Felswänden. Die finden wir ein Stockwerk höher.

Richtung Norden ziehen sich die Hohen Tauern bis ins Salzburger Land hinein. Der Großglockner, seines Zeichens höchster Berg Österreichs, sollte von hier aus gut zu sehen sein. Wenn der gemeine Rennradfahrer ihn denn unter den vielen weißen Gipfeln am Horizont ausmachen könnte.

Die zweite Herausforderung des Tages ist von hier oben jedoch nicht zu übersehen: In langen Serpentinen zieht sich die Nockalmstraße von der Eisentalhöhe in ein grünes Tal hinab, bevor es wieder auf knapp über 2000 Meter zur Schiestlscharte geht. Nach der kurzen Sightseeing-Pause warten die nächsten Kurven schon auf uns ...

Die komplette Geschichte lesen Sie in RoadBIKE Ausgabe 09/2016. Ab 3.08.2016 am Kiosk oder direkt bestellen: als Heft oder ePaper.

29.07.2016
Autor: Heiko Mandl
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