Rennrad-Touren im Osten Sloweniens

Neuland für Radsportler

Traumtouren durch Weinberge. Knackige Anstiege. Herrliche Landschaften. Dennoch verirrt sich kaum ein Rennradfahrer in Sloweniens Osten. Warum eigentlich?

„Träume ich noch, oder lebe ich schon?“ Dieser Satz geht mir immer wieder durch den Kopf, als wir durch die malerische Hügellandschaft im slowenisch-österreichischen Grenzgebiet radeln. Es ist spät am Nachmittag. Die Schatten werden länger. Die Temperatur bewegt sich wieder im erträglichen Bereich. Die Sonne senkt sich langsam Richtung Horizont. Immer wärmere Farbtöne ausstrahlend, verwandelt sie die unendlich weiten Weinberge in ein rötlich schimmerndes Meer.

Genau für diese Momente sitze ich im Sattel. Zwar rollen wir von Rampe zu Rampe, doch die Anstrengungen der letzten Stunden sind für einige Augenblicke vergessen. Weit unten erkenne ich das weite Tal, aus dem wir uns emporgearbeitet haben. Gemächlich fließt darin die Drau über die Grenze nach Slowenien. Auch uns zieht es nach einem Abstecher ins heimatliche Österreich wieder in den Süden. Beinahe ohne es zu bemerken passieren wir die Grenze.

Vor 10 Jahren wäre das wohl nicht so einfach gewesen: Der ehemalige jugoslawische Teilstaat gehört erst seit 2004 zur EU. Heute aber finden sich Grenzen hier höchstens noch in den Köpfen der Menschen. „Nehmt bei euren Touren immer einen Ausweis mit“, hatte uns ein befreundeter Radfahrer aus der Steiermark gewarnt. Wird man in Slowenien ohne Personalausweis erwischt, kann das teuer kommen: Bis zu 500 Euro werden fällig.

„Sollen wir noch eine kleine Runde dranhängen“, fragt Petra. Eigentlich bin ich platt, aber ich kann ihr den Wunsch nicht abschlagen. „Ja, sollen wir!“ Das Schöne an der Strecke: Man kann stets abkürzen und so zwischen kurzen Abendrunden und langen Marathonstrecken in allen Abstufungen variieren.

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09.08.2014
Autor: Heiko Mandl
© RoadBIKE
Ausgabe 08/2014